Archiv für Januar 2011

Auf nach Dresden!

Alle nach Dresden!
2 Busse aus der Region nach Dresden am 19.02.2011

Infoveranstaltungen:


*** 03.02.11 ***
Zeit: 19 Uhr
Ort: Jugendhaus Insel, Balingen
Veranstalter: Alboffensive

Tickets gibts auch am 05.02. in der Zelle bei der Veranstaltung der Revolutionären Alternative Reutlingen.

Infos zum Bus, zum Aufmarsch selber und Infoveranstaltungen
Mehr Infos: www.antinazibus.blogsport.de

Podiumsdiskussion: Antifaschismus heute

Podiumsdiskussion: Antifaschismus heute

Von wehret den Anfängen bis wehret den Zuständen

19.01.2011 20.00 Uhr
Franz.K Reutlingen

Die Studie der Friedrich Ebert Stiftung »Die Mitte in
der Krise« hat Erschreckendes zu Tage gefördert:
35,6% der in der BRD lebenden Menschen stimmen
dem Satz zu, dass die »Bundesrepublik (…) durch
die vielen Ausländer in einem gefährlichen Maß
überfremdet« sei. Dieser Satz wird seit Jahren in der
Propaganda von Neonazis verwandt und findet
offensichtlich Widerhall in der sogenannten Mitte der
Gesellschaft. Gleichzeitig versuchen rechtsradikale
Organisationen, an undefinierte Stimmungen in der
Gesellschaft anzudocken, indem sie z.B. das
Gedenken an die Toten der Bombenangriffe auf
Dresden dazu zu nutzen versuchen, die Deutschen
als die eigentlichen Opfer des Zweiten Weltkrieges
zu inszenieren. Ist es angesichts dessen
ausreichend, »nur« gegen Nazis zu sein? Wie kann
Alltagsrassismus und Stammtischparolen die Stirn
geboten werden? Welche Konzepte sind brauchbar,
um den Raum neonazistischer Parteien und
Organisationen für ihre menschenverachtende
Ideologie und die zunehmend geschickter an-
gelegte Praxis deutlich einzuengen?
Auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen
begeben sich:

Ingrid Bauz (Comité International de Mauthausen)
ein Vertreter von Antifa Reutlingen Tübingen
ein aktiver Gewerkschafter
Cindy Holmberg (Kreisrätin Bündnis 90/Die Grünen)

Moderation: Marc Amann (Buchautor und
»Bewegungs-Arbeiter«)

Interview mit Egotronic

Interview mit Egotronic

Raven gegen Deutschland

ART: „Raven gegen Deutschland“ Was genau wollt ihr mit diesem Statement sagen?

Egotronic: Der Song ist aus einem Witz heraus entstanden. Wegen Naziübergriffen in Friedrichshein haben wir an einer Tekkno-Tanz-Demo teilgenommen und uns mit einem eigenen Wagen beteiligt. Auf unserem Transpi stand: „Deutschland muss sterben damit wir leben können“ und so haben wir dann gegen Deutschland geraved. (lacht)

ART: Nationalismus ist ja immer kacke, aber was ist gerade an Deutschland so oberkacke?

Egotronic: Schon die Nationalfindung in Deutschland war special, denn es gab nie eine Revolution, sondern es wurde von oben indoktriniert (sagt man das so?). Außerdem braucht es für ein „Wir-Gefühl“ auch ein „Ihr“. Das geschah in Deutschland in einer sehr barbarischen Weise. Nirgends in der Geschichte gab es eine solche industrielle Vernichtung wie die „der Juden“ die als „die Gegenrasse“ galten.
Wir finden es wichtig sich um das Land zu kümmern in dem man per Zufall gerade lebt.

ART: Wollt ihr eure Musik dazu nutzen linke Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen?

Egotronic: Wir wollen eigentlich keine Protestsongs schreiben, sondern Texte über Themen die uns interessieren. Und uns beschäftigen halt politische Themen, aber es geht uns nicht primär darum diese in die Öffentlichkeit zu tragen.
Der erste Zugang zu linken Positionen und Ideen läuft häufig über Musik, deshalb finden wir es einen netten Effekt wenn etwas hängen bleibt.

ART: Meint ihr nicht eure kritischen Inhalte könnten zu nonsense-Party-Pop-Gegröle verkommen?

Egotronic: Das Problem ist, dass es schon passiert. Außer sich verbal davon abzugrenzen und solche Dummbolzen von der Bühne aus zu dissen kann man leider nicht viel dagegen machen. Die Art der Musik ist halt gerade inn und zieht somit auch viele Deppen an. Dazu passt auch unser Song „Unser Spaß sieht anders aus“.

ART: Ist euch beispielsweise aufgefallen, dass manche KonzertbesucherInnen „Raven wegen Deutschland“ singen?

Egotronic: Ja, aber es verändert denn Sinn ja nicht zu krass. Wegen den scheiß Verhältnissen in Deutschland zu raven würde ja auch passen. Wenn der Spruch allerdings zu „Raven für Deutschland“ verändert wird, wäre das dann natürlich sehr bedenklich.

ART: Koksen, Kotzen, Kommunismus!?

Egotronic: „- Ist ja nichts gegen einzuwenden.
Kann man alles gut finden.
Naja, außer kotzen.
Wieso, kann doch manchmal sehr befreiend sein.
Solange man keinen Spinat gegessen hat.“