Archiv für Januar 2013

Pforzheim is calling

„/The town is fearfully smashed, rather like a bad dream./

/Well: They asked for it and they got it.?/“

der Britische Soldat Jonny über Dresden in Arno Schmidts ?Leviathan?

*Pforzheim is calling! *

Im Rahmen der militärischen Bekämpfung Nazi-Deutschlands kam es am 23. Februar 1945 zur großflächigen Bombardierung Pforzheims. Aus diesem Anlass findet seit Jahren immer am 23. Februar ein Nazi-Gedenken statt, woran seit 1994 regelmäßig 100 bis 200 Neonazis teilnehmen. Unter den Teilnehmer_innen finden sich wichtige Nazi-Kader aus Baden-Württemberg, genauso wie der braune Nachwuchs. Jahr für Jahr versammeln sich die Neonazis von der Polizei von Gegenprotesten abgeschirmt und zelebrieren so ein gemeinschaftlich und verbindendes Erlebnis.

Motiviert von den erfolgreichen Blockaden und Protesten in Dresden, die drei Jahre in Folge den Nazi-Großaufmarsch verhinderten, wollen sich Antifaschist_innen dieses Jahr im größeren Umfang nach Pforzheim aufmachen. Ziel ist es auch diesem Nazi-Gedenken endlich ein Ende zu bereiten.

Doch auch das bürgerliche Gedenken an die Bombardierung soll nicht aus der Kritik genommen werden.

*Eine Nation von Opfern?*

„/Das sind die Städte, wo wir einst / den Weltzerst￶örern unser Heil entgegenr￶öhrten / und diese Städte sind auch nur ein Teil / von allen Städten, welche wir zerst￶rten./“

Bertold Brecht

Das Nazi-Gedenken in Pforzheim steht nicht gänzlich für sich allein. Die Nazi-Gedenkmärsche sind vor einigen Jahren offenkundig erst in Reaktion auf Entwicklungen in der Gesellschaft groß geworden.

Seit der Vereinigung von BRD und DDR im Jahr 1990 ist ein neuer deutscher Nationalismus entstanden. Dazu geh￶rt, dass sich seit einigen Jahren in der Bundesrepublik ein ￶ffentlicher Diskurs über die „Deutschen als Opfer“ etabliert hat. Damit verknüpft, hat sich ein neues deutsches Nationalbewusstsein, eine Art „Leidkultur“ etabliert. Das Kollektiv der Deutschen versucht sich offenbar in einer Opfer-Identität (Opfer der Nazis, der Herrschenden, der Alliierten etc.) seine neue nationale Identität zu schaffen. De facto ist das eine Täter-Opfer-Umkehrung. Aus den Alliierten, die Europa befreiten, werden Täter_innen gemacht und die mehrheitlich nazistisch eingestellte Bev￶lkerung wird zum Opfer umkonstruiert.

Daneben kommt es häufig auch zu einer künstlichen Trennung zwischen Bev￶lökerung und „Nazis“ („Hitlerclique“). Dabei war der Nationalsozialismus in Deutschland spätestens ab 1935 keine Gewaltdiktatur einer Minderheit über die Mehrheit, sondern eine Zustimmungsdiktatur. In Nazi-Deutschland war zu dieser Zeit eine Trennung zwischen Deutschen und Nazis bzw. Zivilbev￶ölkerung und Front nicht mö￶glich, im totalen Krieg wurde auch die so genannte „Heimatfront“ mit eingebunden.

Gern vergessen wird, dass den Bombardierungen gegen Deutschland z.B. die Bombardierungen von Guernica (Spanien), Rotterdam (Niederlande), Coventry (Großbritannien) oder die Belagerung und Bombardierung von Leningrad/St. Petersburg (UdSSR) mit 2.800.000 Opfern durch Nazi-Deutschland voraus gingen. Allein beim Überfall auf Polen wurden über 1.000 polnische Städte bombardiert.

Ebenfalls muss daran erinnert werden, dass viele Deutsche als Nazis fanatisch bis zum Schluss kämpften und die Vernichtungsmaschinerie der Nazis bis zuletzt lief. Auch gegen Kriegsende forderte sie noch viele Tote. Die so genannten Endphasenverbrechen, die dabei die meisten Opfer forderten, waren die Mordaktionen an Häftlingen auf den Todesmärschen aus den geräumten Konzentrationslagern 1944 und1945.

Auch das bombardierte Pforzheim war keine unschuldige Stadt. Im Jahr 1933 wählten über 50% der Pforzheimer_innen die NSDAP. Im Laufe der Jahre nach 1933 entwickelte sich Pforzheim zu einem wichtigen Rüstungsstandort. Damit war Pforzheim ein legitimes Kriegsziel im Rahmen des Kampfes gegen Nazi-Deutschland.

*Auf nach Pforzheim!*

Das Gedenken in Pforzheim – sowohl das bürgerliche als auch das der Nazis – bieten Anlass zur grundlegender Kritik, deswegen sollten beide im Fokus stehen. Die Nazis müssen erfolgreich blockiert und die trauernden Bürger_innen für ihre reaktionären Inhalte kritisiert werden.

Mobilisierungsvorträge

am 6. Februar 19 Uhr in Tübingen im Epplehaus und

am 8. Februar 19 Uhr in Reutlingen in der Zelle.

Am 23. Februar auf nach Pforzheim

Lammkotze Konzert abgesagt

Die Tübinger Grauzoneband „Lammkotze“ wollte ihr zehn Jähriges bestehen am 22 und 23.2.13 in Stuttgart feiern.
Link und weiter Infos von RASH Stuttgart:
http://rashstuttgart.blogsport.de/2013/01/16/grauzonenshow-komplett-gecancelt/

*Neonazi Anwältin vertreibt ?Law-Apps? für Smartphones*

*Meike Hammer, die ebenfalls neonazistische Ehefrau des bekannten Neonazianwaltes Steffen Wilfried Hammer, ist wie ihr Mann anwaltlich tätig. Sie betreibt ein Büro für Erbrecht in Reutlingen-Gönningen. Hier ist auch die Administrations Adresse für die Homepage von ?Law-Apps.de? angegeben. Ebenfalls in Gönningen gemeldet ist Jens Eberhardt, der für die technische Umsetzung der Homepage verantwortlich zeichnet.*

Über Steffen Wilfried Hammer ist viel bekannt, viel wurde geschrieben und veröffentlicht. Er ist ein seit Jahren bekannter und bekennender Neonaziaktivist, mit eigener Band, die dem Blood&Honour Netzwerk nahestand. Diese mittlerweile aufgelöste Band, ?Noie Werte?, trat zuletzt im Zuge der NSU-Ermittlungen in Erscheinung. Eine Version der Bekenner-DVDs des ?Nationalsozialistischen Untergrund? (NSU) war mit Musik von ?Noie Werte? unterlegt.

Auch ist seit langem bekannt, dass Hammer praktizierender Anwalt für Ehe- und Scheidungsrecht ist. Oft verteidigt er auch rechte Schläger oder Nazikader vor Gericht, zuletzt im Winterbach-Prozess. In Winterbach hatten mehrere Neonazis BesucherInnen mit Migrationsgeschichte einer benachbarten Gartenparty angegriffen. Eine Gartenlaube, in der sich einige der Angegriffenen befanden, wurde angezündet, nur durch Glück wurde niemand schwer verletzt. Der Kanzleisitz Hammers ist mit der Brühlwiesenstraße 13 in Reutlingen-Gönningen angegeben. Hier befindet sich auch das Wohnhaus der Familie Hammer, Steffen Hammer mit Ehefrau Meike Hammer und den gemeinsamen Kindern. Als Domaininhaber für seine Homepage kanzleihammer.de ist Steffen Hammer angegeben, als Adresse ist die Adolf-Kolping-Straße 9 genannt. Diese wiederum liegt im Reutlinger Industriegebiet West.

Jetzt soll der Blick einmal auf Meike Hammer gerichtet werden. Wie ihr Ehemann Steffen Hammer war auch Meike Hammer lange Jahre in der südwestdeutschen Neonazi-Szene aktiv. Lange bevor die Heirat stattfand, war Meike Hammer als Neonazistin bekannt.

Als Anwältin betreibt sie ein Büro in der Hauptstraße 12 in Reutlingen-Gönningen. Als Domaininhaberin für ihre Homepage hammerkanzlei.de ist ebenfalls Meike Hammer angegeben, allerdings in der Ziegelhüttestraße 67 in Reutlingen-Gönningen. In der Haupstraße 12 ist auf einem der Briefkästen ?Kanzlei Meike Hammer / Law App? vermerkt. Bei weiterer Betrachtung muss festgestellt werden, dass die Internetpräsenz von law-app.de auf eben jene Meike Hammer für die Firma Law App in der Hauptstraße 12, Reutlingen-Gönningen, angemeldet ist. Desweiteren ist als Administrative Ansprechperson die Kanzlei Meike Hammer mit Sitz in der Ziegelhüttestraße 67 in Reutlingen-Gönningen angegeben.

Doch was verbirgt sich hinter Law-App? Zunächst bietet diese Firma Applikationen, sogenannte Apps, also Dienstleistungen für Smartphones an. Mithilfe der Law-App soll es den Nutzern und Nutzerinnen möglich sein, Anwälte und Anwältinnen für eine bestimmtes Fachgebiet in einer bestimmten Region ausfindig zu machen. Ein Indiz dafür, dass für die genannte App eine Nachfrage besteht, ist die ständige Ausweitung des Unternehmens Law-App, das seit spätestens 2009 stetig neue Dienste anbietet und zu wachsen scheint.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Firma Law-App für die Nazifamilie Hammer mittlerweile eine wichtige finanzielle Grundlage darstellt.

Hier scheint sich die mittlerweile als Neonazis bekannte Hammer Familie eine neue und unbelastete Einnahmequelle erschlossen zu haben. Dass das hierbei eingenommene Geld wiederum zumindest in Teilen der Neonazi Szene zugute kommt, davon muss ausgegangen werden.

Bei genauerer Betrachtung des Law-App-Geflechts fällt auf, dass die grafische Gestaltung der Homepage Jens Eberhardt obliegt. Dieser hat mit seiner Grafikfirmaje-sign verschiedene Internetseiten realisiert, u.a. die von Law-App und die Homepage Steffen Hammers unter der url internet-scheidung.de. Angemeldet war je-sign in der Ziegelhüttestraße 23 in Reutlingen-Gönningen. Mittlerweile läuft die Anmeldung auf eine andere, namentlich bekannte Adresse in der Nähe von Rastatt.

Außer genannter Grafikfirma betreibt Jens Eberhardt, der nach eigener Aussage weißer Abstammung ist und Bodybuilding betreibt, eine Bekleidungsmarke Namens ?Der Eber?. Auch die Seite der-eber.de ist auf Jens Eberhardt in der Ziegelhüttestraße 23 angemeldet. Im Impressum der Homepage ist mittlerweile eine andere Person eingetragen. Bei ?Der Eber? findet sich auf den ersten Blick nicht viel ungewöhnliches, der übliche kitschige ?früher-war alles-besser Retro-Schick? mit allerlei mystischen und mythologischen Waldtieren und Abbildungen. Interesse weckt die Tatsache, dass mindestens einmal Werbeprospekte von der Eber zusammen mit Naziflyern, die zu einem rechten Aufmarsch in Heilbronn 2011 aufriefen, verteilt wurden.

Eine Stellungnahme oder Distanzierung von Jens Eberhardt zu seinen Kontakten zu bekannten Neonazis war nicht zu vernehmen. Hier scheint ein weiteres spannendes Feld der Beobachtung für Antifaschistinnen und Antifaschisten zu liegen.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/75051

*Christoph Ozanna ? Schießbürger und Spießbürger*

*Christoph Ozanna ? Schießbürger und Spießbürger*

*Neonazis bewaffnen sich auch in der Neckar Alb Region*

*Der Neonazi Christoph Ozanna betreibt in Frickenhausen nicht nur das rechte Musiklabel ?Hrungnir Records?. Auch ist er im Schützenverein Tischardt aktiv, wo er legal Zugang zu Schusswaffen hat. Der rechte Freundeskreis ?Eichbühl Germania?, zu deren Aktiven Ozanna zählt, trifft sich auf dem Gelände des Schützenvereins.*

Christoph Ozanna betreibt seit mehreren Jahren das rechte Musiklabel ?Hrungnir Records?, welches auf seine Wohnadresse in der Kelterstraße 10 in 72636 Frickenhausen angemeldet ist. Dort wohnt er mit seiner ebenfalls neonazistischen Ehefrau Estella Ozanna, welche in der Altenpflege arbeitet. Derzeit suchen sie ein Haus um es gemeinsam zu kaufen.

?Hrungnir Records? ist der Exklusivvertrieb der mittlerweile aufgelösten Naziband ?Noie Werte?. Und war ein Supporterclub mit Jahresmitgliedschaft:

?Mit ihrem neuen Label Hrungir Records gründete die Band sogar einen Supporter-Club ? die »Noie Werte Unterstützer«. Für einen Jahresbeitrag von 36 Euro winkten Rabatte und exklusive T-Shirts. »Die Unterstützungsbeiträge fließen zu 100 Prozent in neue Produktionen«, hieß es.?
Thomas Kuban: Blut muss fließen. Undercover unter Nazis, Ulm 2012, Seite 71

Auch mindestens zwei weitere rechte Musikkapellen werden von Ozanna vertrieben, ?Story of Rhodesia? und ?Neubeginn?.

?Noie Werte? um den Reutlinger Anwalt Steffen Wilfried Hammer waren seit den späten Achtzigern in der Rechtsrock-Szene aktiv und pflegten gute Beziehungen zum britischen Neonazi Ian Stuart Donaldson, dessen rechter Band ?Skrewdriver? und dem davon ausgehenden internationalen Nazinetzwerk ?Blood & Honour (B&H)?. Die deutsche Sektion von ?B&H? wurde 2000 verboten, agiert jedoch versteckt weiter, wie zahlreiche Funde von Tonträgern auch in den letzten Jahren in der BRD zeigen. Hierzu tragen Neonazis wie Christoph Ozanna bei, die weiterhin die Strukturen aufrecht erhalten, um rechte Musik zu vertreiben. Die Bekenner DVDs des ?Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)? waren mit Musik von ?Noie Werte? unterlegt. Eine zeitweilige Kanzleikollegin von Hammer, Nicole Schneiders, verteidigt den mutmaßlichen NSU Unterstützer Ralf Wohlleben.

Der Hauptsitz der Kanzlei Hammer, die auf Ehe- und Scheidungsrecht spezialisiert ist, in der Brühlwiesenstraße 13 in Reutlingen-Gönningen. Dort lebt der Nazisänger und Anwalt mit seiner ebenfalls neonazistischen Ehefrau Meike Hammer und den gemeinsamen Kindern. Meike Hammer führt mittlerweile eine eigene Kanzlei, ebenfalls in Gönningen, die auf Erbrecht spezialisiert ist. Neben diesem erwähnten Hauptsitz unterhält die Kanzlei Hammer Zweigstellen, eine in Stuttgart in der Werastraße 99 zusammen mit dem Neonazi Alexander Heinig, eine weitere im bayerischen Weißenstadt in der Wunsiedler Straße 7. Hier wird Andreas Wölfel als angestellter Rechtsanwalt genannt.

Die von Ozanna betreute Band ?Story of Rhodesia? bezieht sich namentlich auf eine ehemalige britische Kolonie in Afrika und deren Apartheidsregime. Dieses wird von Neonazis unter rassistischen Gesichtspunkten glorifiziert. Mit dieser Band kann Marc Green in Verbindung gebracht werden, ebenfalls ein nicht unbekannter Name in der südwestdeutschen Neonazi Szene.

Die Musikgruppe ?Neubeginn? besteht seit 1993 in wechselnder Besetzung, u.a. spielen (ehemalige) Mitglieder der Naziband ?Storm of Mind? bei ?Neubeginn?.

?Hrungnir Records? kann aufgrund seiner personellen Besetzung wie auch der Bands, die hier vertrieben werden, im Umfeld von ?Blood&Honour? verortet werden.

Christoph Ozanna ist im Schützenverein Tischardt aktiv. Dies belegen Fotos, auf denen er vor einer Fahne des SV Tischardt zu sehen ist. Im Kreis weiterer Schützen und Schützinnen präsentiert er hier eine Urkunde. Der Deutsche Schützenbund e.V. als Dachverband wurde über diesen Sachverhalt informiert. Trotz der ausdrücklichen Bitte um eine Stellungnahme und den Ausschluss Ozannas sah sich der Verband zu keinerlei Reaktion veranlasst. Laut ?Die Welt? sind in Baden-Württemberg 35 Neonazis in Besitz von Schusswaffen (http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article109829223/35-Rechtsextreme-im-Suedwesten-haben-Schusswaffen.html). Von Staates Seite wird nichts zu erwarten sein, das haben nicht zuletzt die skandalösen Verwicklungen verschiedener Ämter und Behörden im NSU-Geflecht gezeigt. Dennoch fordern wir an dieser Stelle Christoph Ozanna den Zugang zu Schusswaffen nicht zu gestatten und eine Stellungnahme der zuständigen Waffenbehörden.

Dass sich Neonazis legal bewaffnen und Schießübungen im Rahmen eines Schützenvereins durchführen können, macht bestürzt und lässt fragen, ob aus dem Bekanntwerden des NSU nichts gelernt wurde.

Doch nicht nur Ozanna und die anderen Schützen und Schützinnen verkehren auf dem Gelände des SV Tischardt, welcher in Tischardt in der Straße ?Im Eichbühl? liegt. Ozanna trifft sich hier auch mit einem anderen Freundeskreis: den selbsternannten ?Eichbühl Germanen? bzw ?Eichbühl Germania? (EG). Hierbei handelt es sich um einen scheinbar losen Freundeskreis. Bei genauerem Hinsehen muss jedoch festgestellt werden, dass die allermeisten der hier vernetzten Personen durchaus, zumindest in Versatzstücken, rechte Weltbilder haben. Zumeist junge Männer aus der Region, verbringen sie die Wochenenden unter Gleichgesinnten, auf dem Gelände des SV Tischardt, in den Kneipen der Region oder auf Festen von ebenfalls neonazistischen Freunden. Am 1. Mai 2011 nahmen Christoph und Estella Ozanna und weitere Personen aus dem EG Umfeld an einem neonazistischen Aufmarsch in Heilbronn teil.

Zum Umfeld der EG zählen u.a. Andreas Glück, Heiko Werz, Jochen Kolland, Thomas Glück, Kevin Schwarze, Timo Kraiser sowie Jens Schrade und Sascha Andre Obenhack aus Reutlingen. Ebenso wie Ronnie Hellriegel, ein bekannter NPD Funktionär in Baden-Württemberg. Marco Wahl betreibt ein Reinigungsunternehmen in der Region, gleichzeitig wird ihm nachgesagt, in der hiesigen JN / NPD aktiv zu sein. Volker Müller ist eine weitere Personalie, die in diesem Zusammenhang auftaucht. Zusammen mit Ozanna besucht Müller des öfteren die ?Tebbes Cocktailbar? in Nürtingen. Dort gab es auch schon Meinungsverschiedenheiten mit dem Inhaber wegen der offen rechten Gesinnung der beiden. Allerdings scheint man sich auf der Anbieter-Kunden Ebene sehr gut zu verstehen und es scheint kein Anlass zu bestehen, das Bewirten dieser Personen zu überdenken, vielmehr werden sie trotz des Wissens um ihre Einstellung geduldet.

Auch Jens Eberhardt steht der EG nahe, als Betreiber des Kleidungslabels ?Der Eber? trat er bisher wenig in Erscheinung. Werbeprospekte der Marke ?Der Eber? wurden zusammen mit NPD Flyern in Briefkästen verteilt, außerdem betreibt er eine Grafikfirma mit dem Namen ?je-sign?. Diese je-sign zeichnet verantwortlich für die grafische Umsetzung der Homepage von ?Law-Apps?. ?Law-Apps? wiederum bietet Apps für Smartphones an, die die Suche nach Juristinnen und Juristen erleichtern soll. Law-Apps nutzt den selben Briefkasten in Gönningen wie die Kanzlei Meike Hammer und ist auch auf sie eingetragen. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch hier Steffen Hammer hinter dem Geschäft steht, was sich allerdings nicht belegen lässt. Außerdem erstellte Jens Eberhardt auch die Homepage von internet-scheidung.de, eine Adresse von Steffen Hammers Kanzlei.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass auch im beschaulichen Südwesten der Republik Neonazis aktiv sind. Nicht nur, dass die Kontakte der Kader bis weit ins NSU-Umfeld reichen, bzw. die Personen selbst dort angesiedelt werden müssen, auch haben Neonazis die Möglichkeit sich legal zu bewaffnen. Als Gäste, Kunden und die ordentlichen jungen Männer von nebenan sind sie in den Gemeinden und Ortschaften nicht nur geduldet, sondern oft auch angesehen.

Hier gilt es den Einfluss der Neonazis zurückzudrängen und klar zu stellen, dass Faschismus niemals nur eine Meinung ist, sondern immer ein Verbrechen. Die Personen und deren Strukturen aus der Anonymität zu reißen kann ein erster Schritt sein.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/75037