Archiv für August 2013

Infoupdate für Morgen

Die Kundgebung der NPD findet aller Wahrscheinlichkeit nach direkt vor dem Hbf RT statt.
Eine Gegenkundgebung ist auf dem Bahnhofsvorplatz angemeldet. Kommt dort um 8 Uhr hin.
Das Autonome Zentrum Zelle wird ab 12 Uhr geöffnet sein. Dort gibt es Essen, Trinken und Zuckerwatte gegen Spende.
Die EA-Nummer lautet: 0176 76963744
Die Aktionskarte:

Infos für morgen, 30.08. – NPD-Kundgebung verhindern!

Die NPD wird ihr Kundgebung aller Wahrscheinlichkeit nach am Hbf Reutlingen abhalten.
Treffpunkt für Antifaschist*innen ist 8 Uhr am Hbf.
Zugtreffpunkt Tübingen: 7:20 Uhr, Hbf TÜ
Es wird einen EA geben.

NPD Kundgebung am 30.08.2013 in REUTLINGEN – Das Flaggschiff ENTERN!

!!! NPD kommt früher!!!
Freitag 30.08.13, 8 Uhr, Hbf Reutlingen
Zugtreffpunkt Tübingen: 7:20 Uhr, Hbf

NPD in Reutlingen, nicht mit uns!

Am 30. August will die NPD in Reutlingen Station machen. Dies geschieht ihm Rahmen ihrer Deutschlandfahrt, einer Kampagne zur Bundestagswahl. Die NPD-Mitglieder planen mit ihrem Wahlkampf-Bus in Reutlingen Halt zu machen, um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten und Aufmerksamkeit zu provozieren.

Seit Mitte August ist die neonazistische NPD bereits zum zweiten mal mit ihrem sogenannten „Flaggschiff“ unterwegs, in Stuttgart war ihnen letztes Jahr bei ihrer dortigen Kundgebung zum Heulen zumute. Unter dem Motto „Asylflut stoppen“ versuchen die Neonazis an vorhandene (rassistische) Vorurteile anzuknüpfen. Dies geschah zum Beispiel in der letzten Woche, als die NPD-Tour in Berlin-Hellersdorf Halt machte. Dort herrscht zur Zeit eine starke rassistische Stimmung gegen eine dortige Flüchtlingsunterkunft.

Hier zeigt sich, dass Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und andere Diskriminierungsformen nicht nur bei organisierten Neonazis Anklang finden. Auch bei den netten Nachbar*innen von nebenan sind solche Denkstrukturen zu finden. Deswegen gilt es auch im Alltag zu intervenieren, wenn Menschen diskriminiert werden.

Rechter Populismus muss ebenso dort bekämpft werden, wo er auftritt – unabhängig vom Parteibuch. Wenn Thilo Sarrazin (SPD) gegen „Kopftuchmädchen“ hetzt oder Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich im Juni 2013 von zugewanderten Roma forderte: „Geht bitte dahin wieder zurück, wo ihr herkommt!“, dann ist auch das rechtspopulistisch. Solche Aussagen machen rechtes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft salonfähig.

Grundsätzlich funktionieren nämlich rassistische Kampagnen auch ohne Neonazis. So kamen z.B. in Reutlingen-Sondelfingen im Juli 2013 innerhalb kurzer Zeit an die 300 Unterschriften zusammen, um die Umwidmung eines Gebäudes in einen Gebetsraum zu verhindern. In der Petition war die Rede von Anfeindungen durch Muslime in einem „traditionell deutsch geprägten Wohngebiet“.

Darauf haben wir überhaupt keinen Bock!

Piraterie ist legitim! NPD-“Flaggschiff“ entern!

Seid laut, lebendig und kreativ! Passt auf euch auf und lasst euch von der Polizei nicht einschüchtern!

Kommt zahlreich am Freitag, 30.8.2013 um 8:00 Uhr morgens nach Reutlingen.

Der genaue Treffpunkt wird noch bekannt gegeben!

Zugtreffpunkt für Tübingen: 7:20 Uhr HBF