Archiv für September 2014

Stuttgart: Der Homophobie am 19. Oktober nicht die Straße überlassen!

Bereits zum fünften Mal planen die homo- und transphoben Bildungsplan-Gegner/innen am 19. Oktober 2014 in Stuttgart auf die Straße zu gehen. Sich selbst bezeichnen sie als „Besorgte Eltern“, doch hinter diesem Label verbirgt sich eine unappetitliche braune Suppe aus christlichen Fundamentalist/innen, Rechtspopulist/innen, antimuslimische Rassist/innen und Aktivist/innen der neurechten ‚Identitären Bewegung Deutschlands‘. Auch der ein oder andere Neonazi wird wieder mitlaufen. Die „Besorgte Eltern“-Demonstration in München am 10. Mai musste sogar abgesagt werden, nachdem bekannt wurde, dass der regionale NPD-Ableger ‚Bürgerinitiative Ausländerstopp‘ zu den Organisatoren gehörte. Vereint sind sie alle in ihrer Homo- und Transphobie.
Ihre paranoiden Verschwörungsfantasien von einer einflussreichen
„Homo-Lobby“ oder einer „Verschwulung der Gesellschaft“ werden seit
dem 25. Mai von der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch im EU-Parlament als Sprachrohr vertreten.
Die AfD-Vorfeldorganisation „Zivile Koalition“ unter dem Vorsitz von Beatrix von Storch hat inzwischen offenbar auch die Organisation der Demonstrationen in Stuttgart übernommen und professionalisiert.

Gegen die heterosexistische Normvorstellungen, sowie homo- und transphobe Hetze, die sich als freie Meinungsäußerung oder Religionsfreiheit tarnt wollen wir erneut protestieren. Nach dem Prinzip „Ich habe nichts gegen Homosexualität, aber …“ wird nicht-heterosexuelles Lieben und Begehren als „Krankheit“ oder „Verirrung“ diffamiert und herabgesetzt.

Die Kinder des Regenbogens werden sich diesen besorgniserregenden Eltern entgegenstellen und zwar solange bis Schluss ist.

Lebt und liebt radikal!

Treffpunkte für eine gemeinsame Anfahrt
Tübingen Hbf | 11:45 Uhr
Reutlingen Hbf | 12:00 Uhr

Linker wird in Reutlingen von Neonazis bedroht

Bericht von Die Linke vom 5. August:

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag haben gegen 03:00 Uhr etwa 10 vermeintliche Neonazis vor der Wohnung des Mitglieds der LINKEN und aktiven Zelle-Mitarbeiters Timo Parolen wie “Sieg Heil” skandiert und eindeutige Drohungen gerufen. Dies könnte für die Täter Folgen haben, denn im Eingangsbereich seiner Wohnung in der Wilhelmstrasse befindet sich ein Kamerasystem eines Einzelhändlers. In den zwei Tagen davor hat Timo Drohbriefe der “Anti Antifa” erhalten. Sie wollen ihn “abholen lassen”. Er will sich davon nicht einschüchtern lassen und weiterhin in der linken Politik sowohl auf kommunaler Ebene, als auch in der Zelle aktiv bleiben!
Wir, DIE LINKE Reutlingen machen das mit seinem Einverständnis öffentlich, weil solche Übergriffe nicht zu tolerieren sind. Typisch für diese Szene ist es, dass sie sich nicht offen zeigt. Wie auch bei der NPD-Kundgebung im vergangenen Jahr, wo es keiner aus dem örtlichen rechten Umfeld wagte, den Naziführern zuzuhören. Wie aber der aktuelle Vorfall zeigt, hat Reutlingen ein Naziproblem und wir sollten davor nicht die Augen verschließen. Noch weniger sollten wir uns davon einschüchtern lassen! Aus Angst vor Macht entsteht Macht.

Quelle: http://die-linke-reutlingen.de/linker-wird-in-reutlingen-von-neonazis-bedroht/