Vortrag – Jüdische Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Wir veranstalten gemeinsam mit der Hochschulgruppe für Kritik und Widerstreit einen Vortrag mit der Journalistin und Buchautorin Ingrid Strobl

Der Vortrag setzt sich mit jüdischem Widerstand in den besetzten Teilen Polens zur Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Dabei soll den Fragen nachgegangen werden, welche Rolle speziell (jüdische) Frauen in der Organisierung des antifaschistischen Widerstandes gespielt haben, welche Aufgaben sie übernommen haben, welche Risiken sie eingehen mussten und auch welche Motive sie dazu bewegten, sich in den Widerstand zu begeben.
Auch konkrete jüdische Widerstandskämpfe werden exemplarisch an den Aufständen in Warschau und in Bialystok thematisiert. Interessant ist auch, dass sich der Aufstand im Warschauer Ghetto am 19. April diesen Jahres zum 75. Mal jährt.
Im Vortrag wird auch dem teilweise vorgebrachten Vorwurf, die Jüd*innen hätten sich nicht gewehrt, kritisch nachgegangen. Ziel ist es diesen Vorwurf als geschichtlichen Mythos zu entlarven.
Der Vortrag wird sich außerdem den Gefühlen der Überlebenden des Widerstands widmen. Unser Anliegen ist es, neue (geschichtliche) Perspektiven auf das Thema zu eröffnen. Mit der Fokusierung auf jüdische Frauen sollen „Geschichten“ sichtbargemacht werden, welche größtenteils innerhalb der vorherrschenden Geschichtsschreibung nur wenig Beachtung gefunden haben. Auch sie stellen einen wichtigen Aspekt der Aufarbeitung und Erinnerung der nationalsozialistischen Vergangenheit dar.

Montag 29.01.2018 | 20 Uhr
Kupferbau | Hörsaal 24
Hölderlinstraße 5 | 72074 Tübingen

Der Vortrag wird unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem StuRa Tübingen.