Chronologie rechter Umtriebe in der Region Tübingen-Reutlingen

2016
In der Nacht vom 31. Juli zum 1. August 2016 von selbsternannten „Aktivisten des Deutschen Widerstandes“ im Landkreis Reutlingen Transparente aufgehängt.
Vor einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Gönningen wurde ein Transparent mit der Aufschrift „ISLAM TÖTET“ angebracht.
Transparente mit derselben Aufschrift wurden auch an „zahlreichen Brücken an der B28“ aufgehängt.
In Gomaringen wurde zudem ein Transparent mit der Aufschrift „FCK ART“ aufgehängt. Das Kürzel ART bezieht sich auf die „Antifa Reutlingen Tübingen“.

Am 30. Juli 2016 fand in Reutlingen ein Trauermarsch für die eine Woche zuvor durch einen Asylbewerber ermordete polnische Staatsbürgerin statt. Unter den 150 teilnehmenden Personen befanden sich auch polnische NationalistInnen. Unter anderem wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Gott, Ehre, Vaterland“ mitgeführt.

Am 27. Juli 2016 versuchte in Reutlingen die extrem rechte Gruppierung „Grenzgänger Neckar Alb“ in Reaktion auf den Mord eines syrischen Asylbewerbers an einer Frau einen „Trauermarsch“ durchzuführen.
Auf Grund von antifaschistischen Gegenprotesten konnte der „Trauermarsch“ nicht durchgeführt werden.

Aktivist/innen der extrem rechten „Identitären Bewegung“ führten am 27. Juli 2016 in Reaktion auf den Mord eines syrischen Asylbewerbers an einer Frau eine Transparent-Aktion in Reutlingen durch.

Am 25. Juli 2016 führte die Neonazi-Kleinstpartei „Der III. Weg“ auf dem Reutlinger Marktplatz unter dem Motto „Multikulti tötet – Ausländerterror stoppen“ eine Kundgebung mit 20 Beteiligten durch.

Am 24. Juli 2016 wurde in Anschluss an den Landeskongresses der „Jungen Alternative“ (JA) Baden-Württemberg in Stuttgart von zehn Personen der Doppel-Kreisverband Reutlingen-Tübingen der JA gegründet.

In der Woche vom 18. bis zum 22. Juli 2016 wurde von Aktivist/innen der „Bürgerinitiative Dettenhausen“ in Dettenhausen, Waldenbuch und Weil im Schönbuch das Nazi-Blatt „Unabhängige Nachrichten“ verteilt.

Am 19. Juli 2016 wurde von Aktivist/innen der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ rassistische Flyer im Freibad von Rottenburg verteilt.

Am 16. Juli 2016 hat Stuttgarter und die Reutlinger Ortsgruppe der antimuslimischen „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) eine Kundgebung in der Reutlinger Fußgängerzone vor der Nikolaikirche veranstaltet. Es sprach auch Klaus Gebhardt, der Landesvorsitzende der BPE Baden-Württemberg.

Am 14. Juli 2016 veranstalteten Aktivist/innen vom Stützpunkt Württemberg der Nazi-Partei „Der III. Weg“ in Rottenburg einen Infostand.

Am Morgen des 8. Juli 2016 wurde in Rottenburg am Ende der Neckarhalde rechte Schmierereien entdeckt. Es wurden in neon-orangener Farbe an eine Mauer Runen, Hakenkreuze und rassistische Äußerungen gemalt.

Am 7. Juli 2016 wurde in Pfullingen ein 16-Jähriger offenbar Opfer einer nationalistisch motivierten Attacke. Eine Pressemitteilung der Polizei berichtet: „Zeugenangaben zufolge soll ein Unbekannter dem Jugendlichen eine Flasche ins Gesicht geworfen haben, wodurch dieser Verletzungen erlitt, die in einem Krankenhaus behandelt wurden. Das Polizeirevier Pfullingen hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, inwieweit die Körperverletzung mit einem vorangegangen Streit während des Publik-Viewings zusammenhängen könnte. Der Disput mit zwei Männern und einer Frau hatte sich dort ergeben, weil der Geschädigte und seine Freunde bei den von der französischen Mannschaft erzielten Toren gejubelt hatten.“

Am 7. Juli 2016 fand Tübingen bei der Burschenschaft Germania Straßburg der Vortrag „Medien in der Glaubwürdigkeitskrise?“ statt. Referent war mutmaßlich der „Junge Freiheit“-Autor Christian Vollradt.

Am 7. Juli 2016 wurde in Tübingen beim Blauen Turm eine Person von einem Mann in Deutschland-Trikot als „Linker“ und „Jude“ beschimpft.

Am 5. Juli 2016 gab es in der Tübinger Neckargasse erneut einen Stand der rechtslastigen Politsekte „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo).

Am Wochenende vom 2. und 3. Juli 2016 wurde im Vorraum des linksalternativen Epplehaus Tübingen ein handschriftliches Plakat mit der Aufschrift „Rotfront verrecke! Nie wieder Kommunismus!“ angebracht.

Am 29. Juni 2016 referierte in Tübingen der rechtskonservative CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Klaus-Peter Willsch bei der Burschenschaft Arminia Straßburg zum Thema „Von Rettern und Rebellen – Ein Blick hinter die Kulissen unserer Demokratie“.

Am 28. Juni 2016 fand in der Sportgaststätte „Zum Trollinger“ in Tübingen-Pfrondorf die Gründung des ALFA-Regionsverband Neckar-Alb (Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb) statt.

Am 25. Juni 2016 fand „in der Region Rottenburg“ ein „Orientierungsmarsch“ der Neonazi-Kleinstpartei „Der III. Weg“ statt, im Anschluss gab es eine Sonnwendfeier. Ursprünglich war auch ein Liedermacher-Auftritt angekündigt. Auf Bilden sind knapp 20 Personen zu erkennen.

Am 24. Juni 2016 fand im Spitalhofsaal in Reutlingen eine AfD-Vortragsveranstaltung „Nein zum Bargeldverbot – Ein Vortrag“ mit dem Referenten Peter Boehringer aus München statt.

Nach dem 1:0-Sieg der deutschen Nationalelf gegen Nordirland am 21. Juni 2016 pöbelte in Reutlingen ein 24-Jähriger zusammen mit zwei Begleitern einen21-jährigen schwarzen Mann rassistisch an. Die „Stuttgarter Nachrichten“ schreiben: „Als der junge Mann Schutz bei Bekannten suchte, kam es zum Streit zwischen den beiden Gruppierungen, bei dem auch das Auto der Beschuldigten bespuckt worden sein soll. Als die drei Verdächtigen ausstiegen, soll der 24-Jährige dem 19-Jährigen einen Kopfstoß versetzt und außerdem den Hiltergruß gezeigt haben.“
Das Opfer erlitt keine bleibenden Schäden.

Am 18. Juni 2016 fand in Tübingen ein Treffen der rechtsesoterischen Anastasia-Bewegung statt.

Am 13. Juni 2016 pöbelte in Reutlingen ein 42-jähriger Reutlinger in der Oberen Gerberstraße eine Person an, die er offenbar für einen Ausländer hielt. Der unter Alkoholeinfluss stehende Mann zeigte auch den Hitlergruß. Als ein 18-Jähriger intervenierte, griff der 42-Jährige ihn an, was der Jüngere aber abwehren konnte.

In der Nacht zum 12. Juni 2016 kam es in Reutlingen in der Kanzleistraße zu einem Angriff auf einen 29-jährigen Marokkaner. Das Opfer wurde zunächst angepöbelt und dann schlugen die Täter mit Fäusten auf ihn ein. Dadurch wurde das Opfer leicht verletzt.
Die Polizeimeldung sprach von „Hinweise[n] auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund“.

Am 9. Juni 2016 fand in Tübingen eine Podiumsveranstaltung der Tübinger Rhetorikstudierenden zum Thema „Alles nur Protest? – Rechtsruck in Deutschland“ statt. Dazu war diskutierte neben VertreterInnen der Linkspartei, etablierter Parteien dem Vorsitzenden der Islamischen Gemeinde
Baden-Württemberg und dem Kreisvorsitzenden der Jungen Union auch der Antisemit Wolfgang Gedeon, zu dieser Zeit noch AfD-Abgeordneter im Landtag eingeladen.
An der Veranstaltung nahmen 120 Personen teil.

Am 22. Mai 2016 fand in Tübingen das 8. Bürgerschoppen des „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen“ mit 400 Teilnehmenden statt. Boris Palmer sprach ein Grußwort.

Am 19. Mai 2016 malten Aktivist/innen in Tübingen der vor der Universitätsbibliothek und dem Brechtbau menschliche Umrisse, in die sie „Deutschland“, „Tradition“, „Identität“ und „Familie“ schrieben.

Vom 14. bis zum 16. Mai 2016 fand in Reutlingen im Stellwerk eine Feier des „Reutlingen Türk Ocaği“, einem Ableger der türkisch-faschistischen „Graue Wölfe“, statt.

Vom 13. bis zum 15. Mai 2016 fand in Tübingen bei der Burschenschaft Germania Straßburg eine Tagung des Dachverbandes in Gründung, „Allgemeine Deutsche Burschenschaft“, statt.

Am 11. Mai 2016 richtete der CDU-Kreisverband Reutlingen in „Alter Bahnhof“ in Pfullingen eine Veranstaltung mit Gabriel Stängle, Organisator einer homophoben Online-Petition, aus.

Am 10. Mai 2016 veranstaltete im Restaurant Porta Rossa in Tübingen der Tübinger AfD-Kreisverband den Vortrag „Islamischer Staat – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?“ mit dem Referenten Moritz Bordbeck. Es kamen angeblich „ ca. 35“ Mitglieder und Interessenten.

Am 8. Mai 2016 gedachten Aktivist/innen der Neonazi-Kleinstpartei „Der III. Weg“ an Kriegsmälern in Rottenburg an die Kriegsniederlage.

Am 3. Mai 2016 fand in Münsingen die erste Veranstaltung des AfD-Ortsverbands Münsingen statt.

Am 30. April 2016 besuchten etwa 20 rechte Hooligans des ungarischen Handball-Teams DKKA Dunaújváros das EHF-Cup1 Finale in Tübingen.

In der Woche vom 25. bis 29. April 2016 wurden in Münsingen von Aktivist/innen der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ Werbeflyer für die Nazi-Demo am 1. Mai in Plauen verteilt.

In der Nacht vom 24. auf den 25. April 2016 brachten Aktivist/innen der „Identitären Bewegung“ in Baden-Württemberg (u.a. in Tübingen, Reutlingen, Schönbuch, Pliezhausen, Sickenhausen, Orschel-Hagen, Rommelsbach) Transparente und Plakate an.
Laut einem Internet-Bericht wurde von der Gruppe „Grenzgänger Neckar-Alb Schönbuch“ in der Nacht vom 24. auf den 25. April 2016 im Dreieck Nürtingen-Reutlingen-Tübingen angeblich „50 Banner und Botschaften“ angebracht, die sich gegen Merkel, Flüchtlinge oder den Islam wandten.

Am 21. April 2016 versammelten sich sechs bis acht Aktivist/innen der neurechten Initiative „Ein Prozent für Deutschland“ beim Hornbach in Tübingen und posierten mit einem Transparent.

Am 20. April 2016, dem Geburtstag Hitlers, schickte die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ aus Göppingen eine Postkarte an das Tübinger Jugendhaus Epple, u.a. mit der Aufforderung Deutschland zu verlassen.

Am 20. April 2016, dem Jahrestag von Hitlers Geburt, gab es u.a. gegen die Universität Tübingen einen Hackerangriff, der dazu führte das mehrere Netzwerkdrucker und Kopierer antisemitische Pamphlete ausdruckten. In Tübingen gab es 190 Ausdrucke.

Am 16. April 2016 soll es in Reutlingen eine Aktion der extrem rechten Gruppe „Ein Prozent für Deutschland“ gegeben haben.

Um den 16. April herum wurde bemerkt das Unbekannte am Tübinger Busbahnhof das Wort „Bozkurt“ gesprüht haben.

Anfang April 2016 schickte die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ eine Postkarte an das Jugendhaus Epple mit der Aufforderung Deutschland zu verlassen.

Um den 20. März 2016 brachten Unbekannte in Pliezhausen ein Transparent mit der Botschaft „Nein zum Heim – Ja zum Bolzplatz!“ an.

Bei der Landtagswahl am 13. März 2016 wählten im Wahlkreis Tübingen 10% und im Wahlkreis Reutlingen 14,9% die AfD.

Am 11. März 2016 fand in Reutlingen eine ALFA-Wahlkampfabschlusskundgebung mit Bernd Kölmel statt.

Unbekannte hängten laut Bericht des antimuslimischen Portals „PI-News“um den 10. März 2016 um Dettenhausen und Schönbuch „im ganzen Kreis Tübingen und Reutlingen […] ca. 30 Banner“.

Um den 10. März 2016 hängten Rechte Transparente an den Straßen bei Dettingen an der Erms und Metzingen, sowie an Brücken bei Gomadingen und Münsingen an.

Am 10. März 2016 fand in der Stadthalle in Reutlingen ein AfD-Vortrag mit Marcus Pretzell und Alice Weidel statt, den 400 Personen besuchten.
Dagegen demonstrierten 900 Menschen, 500 beteiligten sich an Blockaden.

Am 8. März 2016 fand im Schützenhaus in Ofterdingen (Kreis Tübingen) eine AfD-Infoabend mit dem Landtagskandidaten Markus Rölle statt. Es kamen 18 Personen.

Am 8. März 2016 hängten Unbekannte in Rommelsbach ein Transparent mit der Botschaft „Refugees not welcome!!!“ auf.

Am 7. März 2016 gab es in Tübingen eine kleine Kundgebung der Republikaner-Partei, die vom Bochumer REPs-Kreisvorsitzenden Peter Poggel angemeldet wurde. Als Redner trat Alois Röbosch, der REP-Spitzendkandidat von Rheinland-Pfalz in Erscheinung.

Am 5. März 2016 fand in Reutlingen eine Kundgebung der antimuslimischen „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) mit BPE-Mitgliedern aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern statt. Als Redner trat der Islam-Hasser Michael Stürzenberger aus München in Erscheinung.
Mit beteiligt war Beate Wenzel aus München. Diese ist oder war Bundesschatzmeisterin der antimuslimischen Kleinstpartei „Die Freiheit“, war Rednerin bei PEGIDA-Ablegern und ist aktiv für BPE Bayern.

Am 3. März 2016 fand im Hotel Fortuna in Reutlingen eine ALFA-Veranstaltung mit Bernd Lucke statt.

Am Morgen des 2. März 2016 wurde in Ergenzingen (Kreis Rottenburg) rassistische Farbschmierereien an zwei Stromverteilkästen an der Kirchholzstraße (K 6945) entdeckt.

Am 28. Februar 2016 fand in Münsingen eine von Russlanddeutschen getragene Demonstration statt unter dem Label „Zusammen sind wir stark“, die sich gegen Flüchtlinge richtete. Daran nahmen bis zu 200 Personen teil.

Am 28. Februar 2016 fand im „Hotel Krone“ in Tübingen eine Veranstaltung der AfD-Abspaltung ALFA zum Thema „Euro- und Asylkrise – das Versagen der Politik“ mit Ulrike Trebesius und Joachim Starbatty vor 70 Personen statt.

Für den 28. Februar 2016 war in Reutlingen ein Vortrag mit Ulrike Trebesius (ALFA) angekündigt.

Am 21. oder 22. Februar 2016 plakatierten Unbekannte in Dettenhausen „Merkel muss weg“ und „AfD“.

Am 19. Februar 2016 fand in der Reutlinger Stadthalle die Kopp-Vortragsveranstaltung „Gerhard Wisnewski im Gespräch“ zum Thema „verheimlicht – vertuscht – vergessen“ statt. Eine Karte kostete 20 Euro.

Für den 18. Februar 2016 war in der Gaststätte Alteburg in Reutlingen der Vortrag „Bürgerfrust auf dem Häckselplatz“ mit Dr. Bär der AfD-Absplitterung ALFA angekündigt.

Am 16. Februar 2016 referierte im Schützenhaus in Ofterdingen (Kreis Tübingen) Prof. Dr. Lothar Maier, AfD-Landessprecher in Baden-Württemberg, für den AfD-Kreisverband Tübingen zum Thema „Was will die AfD?“.

Am 14. Februar 2016 fand im Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen die Mitgliederversammlung von „confessio“, der evangelikal gesprägten „Arbeitsgemeinschaft von Pfarrerinnen und Pfarrer in Württemberg“, statt. Angekündigt war auch ein Impulsreferat von Studienrat Helge Reibold aus Dettingen/Erms, Mitglied der ev. Lehrer- und Erziehergemeinschaft, zum Thema „Gender-Mainstreaming per Bildungsplan verordnet!?“

Auf verschiedene Wahlplakate in Mössingen, in Nehren, im Kreis Reutlingen und im Kreis Tübingen wurde um den 13. Februar 2016 herum Wahlplakate mit Aufklebern mit der rechten Bezeichnung „Volksverräter“ überklebt.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 2016 randalierte gegen 4 Uhr morgens in Talheim bei Tübingen ein Unbekannter in einer Flüchtlingsunterkunft.
Die Bewohner/innen bekamen Angst und riefen die Polizei. Als diese wenig später eintraf, war der Mann aber wieder verschwunden.

Vom 3. auf den 4. Februar 2016 hängten Unbekannte in Dettenhausen ein Transparent mit der Botschaft „Asylflut stoppen – Deutsche wehrt euch!“ auf.

Anfang Februar 2016 tauchten in der Tübinger Innenstadt auf dem Weg vom Zinsserdreieck bis zur Mensa Wilhelmstrasse mindestens knapp 50 DinA5-Papier-Flyer der Identitären Ortsgruppe Tübingen auf.

Am 29. Januar 2016 fand im Spitalhofsaal in Reutlingen ein AfD-Neujahrsempfang mit Alexander Gauland als Gastredner vor 200 Personen statt.
Dagegen demonstrierten 350 Menschen, ein Teil blockierte auch die beiden Zugänge.

Am 28. Januar 2016 referierte Pater Stefan Havlik (Burschenschaft Rheno-Palatia Augsburg) bei der Straßburger Burschenschaft Germania zum Thema „Es lebe das Heilige Deutschland“ laut Ankündigung „über den Kreis der Männer des 20. Juli um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und ihre Vision einer Zukunft Deutschlands.“

Am 24. Januar 2016 versammelten sich in Münsingen (Landkreis Reutlingen) 100 Personen, vorwiegend Russlanddeutsche, zu einer rassistisch motivierten Demonstration. Auslöser des bundesweiten Versammlungsaufrufs war eine angebliche Vergewaltigung eines russlanddeutschen Mädchens durch Flüchtlinge in Berlin.

In der Nacht vom 23. zum 24. Januar 2016 randalierte ein 22-jähriger Tübinger in einer Gaststätte in der Mühlstraße und rief dabei „Heil Hitler“.

Am 21. Januar 2016 fand im Achalm Hotel in Reutlingen ein Vortrag der AfD-Abspaltung ALFA mit Hans-Olaf Henkel statt.

Am 19. Januar 2016 fand in der Gaststätte „Schützenhaus Ofterdingen“ bei Tübingen ein AfD-Infoabend zum Thema „Das Verschwinden des Rechtsstaates und das Versagen der Politik“ statt.

Für den 16. Januar 2016 war in Reutlingen eine rechtspopulistische Demonstration mit dem Motto „Don‘t touch me!“ gegen Gewalt gegen Frauen angekündigt. In dem zur Mobilisierung verteilten Flyer wird in rechtspopulistischer Manier gefordert: „Wir fordern aus gegebenem Anlass auch dass Asylbewerber die Straffällig werden sofort abgeschoben werden“ [alle Fehler im Original].
Auch rechte Facebook-Gruppe wie „PEGIDA BaWü“ oder die flüchtlingsfeindliche „Bürgerinitiative Pliezhausen Baumsatz“ mobilisierten zu der Kundgebung.
Nach der Ankündigung von antifaschistischen Protest wurde die Kundgebung von den beiden Veranstalterinnen abgesagt.

Am 14. Januar 2016 zerstörten zwei Täter den Schaukasten bei dem linksalternativen Wohnprojekt LU 15 aus mutmaßlich antilinken Motiven. Zu ihren Motiven befragt gab einer Täter an, da würden nur Leute leben, die „nicht arbeiten würden“. Einer der Täter trug ein „Böhse Onkelz“-Fanshirt.

Am 7. Januar 2016 war in der Gaststätte Hofgut Alteburg in Reutlingen ein „Mutschelabend“ der AfD-Abspaltung ALFA angekündigt.

2015
Am 14. Dezember 2015 besuchten mindestens zehn Neonazis in Neustetten eine Informationsveranstaltung über die Unterbringung von Geflüchteten.

Am 18. Dezember 2015 fand in der Sportgaststätte des TSV Eningen in Eningen unter Achalm (Kreis Reutlingen) eine Vortragsveranstaltung der AfD-Abspaltung ALFA mit Bernd Kölmel, Europaabgeordneter und ALFA-Landesvorsitzender statt.

Am 16. Dezember 2015 fand im Kesselhaus in Trossingen ein ALFA-Vortrag von Joachim Starbatty zum Thema „Euro- und Flüchtlingskrise – die Bundeskanzlerin lässt ihre Bürge im Stich“ statt.

Am 11. Dezember 2015 fand im Spitalhof in Reutlingen ein AfD-Vortrag mit Marc Jongen statt.

Am 5. Dezember 2015 führten etwa 10 Mitglieder der „Identitären Bewegung Schwaben“ einen Spaziergang „auf den Spuren von Ludwig Uhland“ durch. Diese Nachtwanderung mit Fackelmarsch führte vom Schloss Hohentübingen zur Wurmlinger Kapelle.1

Am 28. November 2015 legten etwa fünf Tübinger Aktivist/innen der „Identitären Bewegung Schwaben“ ein Blumenstrauß und eine Grußkarte am Rathaus ab, um dem Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) „für seine offenen Worte zur Asylkrise zu danken.“ Weiter heißt es in einem Bericht: „Wir, als IB Tübingen, sahen uns verpflichtet, diesen seltenen Fall eines Politikers zu würdigen, der sich in diesem Punkt weniger von Karriere und Parteilinie, sondern von Gewissen und Realitätssinn leiten lässt.
In diesem Sinne: Herzlichen Dank, Herr Oberbürgermeister!“

Am 24. November 2015 fand in der Gaststätte „Wiesengrund“ in Reutlingen-Bronnweiler eine Vortrag der Rechtspartei ALFA mit Prof. Dr. Dr. hc. Joachim Starbatty statt, zu dem rund 50 Personen kamen.

Am 17. November 2015 referierte der evangelikalen Prediger Jakob Tscharntke in einer griechischen Gaststätte in Talheim für die AfD Tübingen.

Am 14. November 2015 hatte die „Alternative für Deutschland“ (AfD) von 9-12 Uhr einen Wahlstand in der Tübinger Innenstadt auf dem Holzmarkt.
Anschließend daran war auch die Partei „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (ALFA, Abspaltungspartei der AfD) mit einem Wahlstand auf dem Holzmarkt zugegen.

Am 1. November 2015 fand in Tübingen ein „Identitäres Ortstreffen“ der „Identitären Bewegung Schwaben“ statt. Ein Foto auf Facebook zeigt knapp 10 Teilnehmer.

Wie die rechte Facebook-Gruppe „Münsinger Stimme“ und auch der Reutlinger Generalanzeiger berichteten, störten am 28. Oktober 2015 sieben Aktivist/innen der Neonazi-Kleinstpartei „III. Weg“ die Gemeinderatssitzung in der Gemeinde Sankt Johann bei Reutlingen, in der es auch um die Unterbringung von Flüchtlingen ging. Sie verteilten auch Material vom „III. Weg“.

In Oferdingen wurden Ende Oktober 2015 Ausgaben des extrem rechten Magazins „Unabhängige Nachrichten“ verteilt.

Am 24. Oktober 2015 veranstaltete die AfD-Abspaltung „Allianz für Fortschritt und Aufbau“ in der Tübinger Sport-Gaststätte eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Euro und Asyl – Europa ist nicht mehr für seine Bürger da“ mit den Ex-AfD-Europaabgeordneten Bernd Kölmel und Joachim Starbatty.

Für den 17. Oktober 2015 hatte die antimuslimische „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE) ursprünglich eine Kundgebung mit dem Motto „BPE informiert über Salafisten“ in Reutlingen geplant, welche dann letztendlich nicht stattfand.
Als Redner war der bekannte antimuslimische Hassprediger Michael Stürzenberger aus München vorgesehen.

Mitte Oktober 2015 trat der Bezirksbürgermeister von Oferdingen, Ralph Schönenborn, nach Drohungen zurück. Er hatte sich für eine Flüchtlingsunterkunft eingesetzt und sah sich daraufhin Drohungen aus der Bevölkerung ausgesetzt.
Außerdem wurde in einem anonymen Brief angekündigt, die Flüchtlingsunterkunft, so sie gebaut wird, anzuzünden.

Am 4. Oktober 2015 verteilten Aktivist/innen der neonazistischen Kleinpartei „III. Weg“ in Münsingen (Kreis Reutlingen) Flyer zum Thema „Asylflut stoppen“.

Am 26. September 2015 entdeckten Anwohner/innen in Tübingen-Derendingen das Unbekannte auf mehrere Schilder „Fuck Antifa“ und „88“ geschrieben hatten und das in einer Unterführung Hakenkreuze gemalt wurden.

Am 16. September 2015 fand im „Museum“ in Tübingen der Vortrag „Orientierungen und Fehlorientierungen der deutschen Zuwanderungspolitik“ statt. Organisator war die „Museumsgesellschaft“ und Referent Prof. Dr. Dr. h.c. Adolf Wagner aus Rottenburg, ein AfD-Mitglied. Es nahmen etwas über 40 Personen an der Veranstaltung teil.

Am 13. September 2015 fand in Rottenburg eine türkisch-nationalistische Demonstration „gegen die PKK und für die türkische Einheit“ mit 100 Teilnehmenden statt.
Die Demonstration zog vom Vereinsheim des „Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins“, einem Ableger der „Grauen Wölfe“, beim Busbahnhof zum Rottenburger Marktplatz. Es wurde u.a. „Kurden – Kindermörder!“ gerufen.

Am 29. August 2015 entdeckte ein Anwohner in Tübingen-Derendingen zwei geschmierte Hakenkreuze auf auf dem Gelände der Pestalozzi-Schule in der Primus-Truber-Straße.

Am 24. August 2015 rief jemand in der Rewe-Filiale beim Epplehaus „Heil Hitler“.

Am 14. August 2015 wurde entdeckt, dass jemand das Gedenk-Graffiti für Kaveh an der Außenwand des Hausprojektes in der Schellingstraße mit einem Hakenkreuz beschmiert hat.

Am 5. August 2015 wurde am Infokasten des Hausprojektes in der Schellingstraße ein ausgedruckter Zettel gegen „Linksfaschismus“ mit Parolen wie „Gib Antifa keine Chance“ und „Das Boot ist voll“ gefunden.

In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 2015 wurde in Gniebel an einer Brücke zum Autobahnzubringer ein Transparent mit der roten Aufschrift „Anti-Antifa“ angebracht.

Am 15. Juni 2015 fand im „Schützenhaus“ in Reutlingen ein AfD-Vortrag mit Jörg Meuthen, dem neuen zweiten Bundesvorsitzenden der AfD, statt.

Am 11. Juli 2015 verteilten Aktivist*innen im Münsinger Teilort Mehrstetten Flyer der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ zum Thema Kriminalität.

Die Party der Fachschaft Philosophie der Uni Tübingen am 10. Juli 2015 stand unter dem Motto „Frontexkalation – Wir feiern bis zur Abschiebung“.

Mitte Juli 2015 brachten Anwohner*innen in Oferdingen bei Reutlingen gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft ein Transparent mit der Aufschrift „Hilfe Ja – Getto Nein“ an. Gleichzeitig wurden Unterschriften gesammelt. Am Ende sprachen sich 387 Oferdinger in einem Brief gegen die massive Zahl von 70 Flüchtlingen in ihrem Ort sowie gegen die zentrale Lage im Ortskern aus.
Auch der Bezirksgemeinderat lehnte die städtischen Pläne für eine Flüchtlings-Unterkunft einstimmig ab.

Am 10. Juli 2015 referierte in Tübingen bei der Burschenschaft Arminia Straßburg Prof. Dr. Werner J. Patzelt zum Thema „Umgang mit Pegida. Wie diskursoffen ist unsere Gesellschaft und repräsentative Demokratie?“.

Am 3. Juli 2015 wurde in Tübingen-Derendingen an der Haltestelle Heinlestraße ein Hakenkreuz gesprüht.

Am 25. Juni 2015 veranstaltete die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Wie menschenwürdig ist unsere Asylpolitik?“ an der auch Dr. Marc Jongen von der AfD teilnahm.

Am 24. Juni 2015 versammelten sich in Pliezhausen 100 Anwohner*innen, im Rathaus bei einer Informationsveranstaltung über eine geplante Unterbringung von Flüchtlingen
im Rathaus, die eigentlich bloß für zehn Anwohner*innen angedacht war. Die Anwohner*innen protestierten damit gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft

Vom 23. bis zum 24. Mai 2015 fand in Reutlingen im Stellwerk eine Feier des „Reutlingen Türk Ocaği“, einem Ableger der türkisch-faschistischen „Graue Wölfe“, statt.

Für eine Sitzung zum Thema Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen im Landkreis Reutlingen am 18. Mai 2015 auf dem Reutlinger Landratsamt gab es den Aufruf von Rassist*innen: „Bitte erscheint zahlreich und macht deutlich, was wir von noch mehr Flüchtlingen halten!“.

Am 13. Mai 2015 fand am Tübinger Kepler-Gymnasium eine Podiumsdiskussion zum Thema „Flüchtlinge in Deutschland“ statt, zu der 250 Besucher*innen kamen. Veranstalter war die „Schülermitverwaltung“ (SMV).
Neben einem Vertreter der Grünen, einer Vertreterin der Linkspartei, dem Sachbearbeitenden Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Baden-Württemberg, sowie einem Flüchtling aus Eritrea saß mit Dr. Marc Jongen auch ein AfD-Vertreter auf dem Podium sitzen. Als zweiter Rechtspopulist war Frank Quandel, Mitgründer der „Bürgerinitiative für Sicherheit und Gemeinsamkeit“ in Burbach im Siegerland (NRW), vertreten.

Am 12. Mai 2015 waren bei der Präsentation des Konzeptes zur Unterbringung von Geflüchteten in der Gemeindehalle in Pliezhausen (Kreis Reutlingen) auch etwa ein Dutzend erkennbare extreme Rechte anwesend.

Rechte verteilten im Mai 2015 in Pliezhausen den rassistischen Flyer „MUSIKSCHULE oder ASYLANTENHEIM?“.

Am 11. Mai wurden in der Tübinger Innenstadt Sticker der Identitären Bewegung entfernt. Am Abend zuvor hatten diese einen Stammtisch in Tübingen.

Am 10. Mai 2015 fand in Tübingen erneut ein Stammtisch der „Identitären Bewegung Schwaben“ statt. In der Innenstadt fanden sich danach auch einige Sticker.

Am 2. Mai 2015 fand in der Gemeindehalle Walddorfhäslach (Kreis Reutlingen) bei Tübingen der „Christliche Pädagogentag“ statt, der von der evangelikal geprägte „Evangelische Lehrer- und Erziehergemeinschaft“ organisiert wurde. Etwa 500 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

In Reutlingen Storlach wurden zwischen dem 15. April und dem 3. Mai immer wieder Aufkleber der Identitären Bewegung entfernt.

Bei einer Gemeinderatssitzung im Rathaussaal von Pliezhausen (Kreis Reutlingen) Ende April 2015 über die Unterbringung von Geflüchteten äußerten sich laut Presse viele der rund 150 Bürger*innen vor allem Protest. Der Privatanbieter einer Lokalität zog auf den sozialen Druck aus der Nachbarschaft sein Angebot für eine Vermietung sogar zurück.

Zu einer Bürgerinformationsveranstaltung über eine geplante Flüchtlingsunterbringung am 23. April 2015 in Walddorfhäslach (Kreis Reutlingen) wurde mit einem rassistischen Flugblatt mit der Überschrift „Kein Asylantenheim in Walddorfhäslach!“ und der Parole „Wehrt euch, Deutschland ist unser Land!“ mobilisiert.

Am 23. April 2015 referierte der AfD-Funktionär Jan Rittaler für den AfD-Kreisverband Tübingen in der Gaststätte „Reefs“ zum Thema „Sind ARD und ZDF noch zu retten? – Rundfunkregulierung und -finanzierung auf dem Prüfstand“.

In der Nacht zum 31. März 2015 drang mindestens Person in die Flüchtlingsunterkunft in der Ringelbach-Straße in Reutlingen ein. Dort zündete die teilweise maskierte Person in einem Zimmer im Erdgeschoss, in dem sich fünf Personen aufhielten, einen Silvesterböller. Danach ergriff der Täter die Flucht und gab noch im Flur mehrere Schüsse aus einer Schreckschusswaffe ab.

Am 23. März wurden am Hauptbahnhof Reutlingen Sticker von Die Rechte und israelmordet.info entfernt.

In der Reutlinger Wilhelmstraße wurden am 21. März Aufkleber von PC-Records (rechtes Plattenlabel sowie Versandhandel) entfernt, so wie Der Dritte Weg Sticker am Hauptbahnhof.

Am 14. März 2015 fand in Reutlingen ein „loses Kennenlerntreffen von Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ aus dem Regierungsbezirk Tübingen/Südwürttemberg“ statt.

Am 5. März 2015 veranstaltete der Tübinger AfD-Kreisverband in der Gaststätte „Reefs“ mit einem Vortrag von Sibille Klepper zum Thema „Asylpolitik in Tübingen, Bericht aus der Praxis“.

Am 23. Februar konnten in Kirchentellinsfurt mehrere Aufkleber von PC-Records entdeckt werden.

Am 28. Januar 2015 hatte die rechtslastige BüSo-Sekte in der Neckargasse einen Stand.

Am 23. Januar 2015 fand im Spitalhofsaal in Reutlingen der Neujahresempfang der AfD-Reutlingen statt. Dabei trat vor 60 Gästen der in Reutlingen gebürtige AfD-Funktionär Martin E. Renner (* 1954) aus Haan bei Düsseldorf auf. Renner ist stellvertretender Sprecher des AfD-Landesverbandes NRW.

Am 9. Januar 2015 trafen sich in Reutlingen Abends sechs junge Männer in szenetypischer rechter Kleidung abends im Irish Pub und verklebten dort Nazi-Aufkleber. Später grölten sie auf der Wilhelmstraße in der Nähe des Marktplatzes „Deutschland den Deutschen“.

Am 9. Januar 2015 fand in der TSG- Sportgaststätte in Tübingen ein Vortrag von AfD-MdEP Bernd Kölmel zum Thema „Innere Sicherheit“ statt, der vom AfD-Kreisverband Tübingen organisiert wurde. Es kamen etwa 30 BesucherInnen.

Anfang Januar 2015 tauchten in Tübingen Aufkleber mit der Aufschrift „Asozial. Deutsch. Homophob. Sexistisch.“ in zwei Varianten auf, die aus dem Umfeld der Sprayer-Crew ADHS stammen sollen.

2014

Am 3. Dezember wurden im direkten Umfeld der Zelle Reutlingen Sticker der NPD entdeckt.

In Kirchentellinsfurt wurden am 13. August Aufkleber der NPD sowie JN entfernt.

Am 3. August wurden vor dem Reutlinger Generalanzeiger rechte Aufkleber vom freies-pommern.de entfernt sowie weitere rechte Sticker beim Amtsgericht.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 2014 haben in Reutlingen in der Wilhelmstraße gegen 3 Uhr Uhr etwa zehn Neonazis vor der Wohnung des Mitglieds der Partei „Die Linke“ und aktiven Zelle-Mitarbeiters Parolen wie „Sieg Heil“ skandiert und eindeutige Drohungen gerufen. In den zwei Tagen davor hat der geschmähte junge Mann Drohbriefe der „Anti Antifa“ erhalten. Es hieß, sie wollen ihn „abholen lassen“.

Am 29. Juli wurden in Reutlingen beim Marktpatz Sticker von freies-pommern.de entfernt.

Am 7. Juli wurden in der Albstraße Reutlingen rechte Aufkleber entdeckt.

Am 1. Juli 2014 wurde beobachtet wie drei kräftige Männer durch Tübingen liefen und „Scheiß Israel!“ und „Scheiß Juden!“ riefen.

Am 4. Juli 2014 feierten mehrere hundert NationalistInnen in Tübingen am Neckartor den 1:0-Sieg der deutschen Mannschaft bei der Männer-Fußball-WM. Eine Person skandierte ohne Widerspruch per Megafon „Sieg Deutschland“ und danach „Scheiß Frankreich“ (Portugal, Algerien usw.).

Am 28. Juni 2014 griffen gegen 2.15 Uhr in Reutlingen 20 maskierte Angreifer vier Angehörige des Reutlinger Fanclubs des griechischen Erstligisten Paok Saloniki an ihrem Vereinsheim in der Gustav-Wagner-Straße an. Dabei mussten drei der vier Männer im Alter zwischen 34 und 51 Jahren vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Die etwa 20 Angreifer waren dunkel gekleidete, maskierte Männer. Ob der Tat rassistische Motive zugrunde liegen ist unbekannt, aber nicht auszuschließen.

Am 20. Mai 2014 fand im Schützenhaus von Metzingen ein Vortrag der AfD zum Thema „Euro, Europa, soziale Verantwortung“ von Prof. Dr. Jens Zeller statt.

Am 11. Mai 2014 fand in der „Hermann-Hepper-Halle“ in Tübingen eine AfD-Wahlkampfveranstaltung mit Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel statt.

Am 10. Mai 2014 fand beim VDSt Tübingen ein Bildervortrag zum Thema „Königsberg damals und heute“ statt, Referent war der „Alte Herr“ Richter.

Vom 18. bis zum 20. April 2014 fand in Reutlingen im Stellwerk eine Feier des „Reutlingen Türk Ocaği“, einem Ableger der türkisch-faschistischen „Graue Wölfe“, statt.

Am 14. April wurden im direkten Umfeld der Zelle Reutlingen NPD-Sticker entfernt.

2013

Die Landesgruppe Baden-Württemberg der NPD-Frauengruppe „Ring Nationaler Frauen“ berichtet im Internet, dass sie am Volkstrauertag, also am 24. November 2013, auch in Eningen bei Reutlingen und in Reutlingen selbst Kränze abgeworfen hat. Mit dabei war die RNF-Landesvorsitzende Edda Schmidt aus Bisingen.

Vermutlich in der Nacht vom 20. auf den 21. September 2013 wurden in Tübingen NPD Aufkleber verklebt. Eine Spur aus NPD Aufklebern zog sich von der Mühlstraße, über die Karlstraße bis zum Hauptbahnhof.

Am 4. September 2013 fand in der Julius-Kemmler-Halle in Reutlingen-Betzingen ein Vortrag von Dr. Alexander Gauland, dem rechtskonservativen Aushängeschild der AfD, statt. Veranstalter waren der Landesverband der Jungen Alternative für Deutschland und der Reutlinger Kreisverband der AfD. Auf der Veranstaltung wurden Gratis-Exemplare der extrem rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ verteilt.

Am 30. August 2013 machte die NPD mit ihrem „Flaggschiff“ in Reutlingen Halt. Den 400-500 Gegendemonstrant*innen gelang es den Laster bei der Abfahrt vorübergehend zu blockieren und mit Eiern einzudecken. Die Polizei ging bei den Auflösungen der Blockaden sehr brutal vor. Hier ein längerer Bericht.

Vertreter der „Jungen Alternative für Deutschland – BW“ nahmen am 13. August 2013 am Jahreskongress der deutschnationalen Kaderschmiede „Studienzentrum Weikersheim“ teil.

In Reutlingen plante im Juli 2013 der „Deutsch-Türkisch und Internationaler Kultur- und Familienverein e.V.“, der dem fundamentalistischen „Milli Görüs“ (IGMG) nahe steht, im Stadtteil Sondelfingen eine Lagerhalle zu erwerben und in einen muslimischen Gebetsraum umzuwandeln.
Dagegen formierte sich eine Kampagne, die in einem Schreiben vor Anfeindungen von Muslimen in ihrem „traditionell deutsch geprägten Wohngebiet” warnt. Eine Liste mit Unterschriften der AnwohnerInnen gegen die Nutzungsänderung der Lagerhalle enthält 300 Unterschriften. Durch diese Kampagne vermutlich erst auf den Gebetsraum aufmerksam gemacht, interpretieren die Behörden den Gebetsraum als Moschee und verweigern die Nutzung auf Grund angeblicher fehlender Parkplätze.

Am 14. Juli 2013 fand in Ammerbuch-Pfäffingen in dem „Zentrum in der Au“ ein rechtslastiger Thementag „Das Ende der Manipulation der Menschheit“ mit den Referenten Ingrid Vallières, Rasmin B. Schafii und Prof. Dr. Michael Vogt (Burschenschaft Danubia München) statt.

Am 14. Juli 2013 fand in Tübingen die Gründungsveranstaltung der rechtslastigen „Jungen Alternative für Deutschland Baden-Württemberg“ statt.

Am 29. Juni 2013 hatte die NPD eine Kundgebung mit 20 bis 30 Leuten unter dem Motto „Einmal Deutschland und zurück“ auf dem Dettinger Marktplatz angemeldet, dann aber wieder kurzfristig abgesagt.

Am 15. Juni 2013 fand in der Kemmlerhalle in Reutlingen-Betzingen erneut eine antimuslimische Vortrags-Veranstaltung statt. An diesem Tag referierte 15 und 19.30 Uhr Nassim Ben Iman zum Thema „Der Islam: Was kommt auf uns zu?“. Veranstalter war die antimuslimische „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE).

Am 23. Mai 2013 verteidigte die Nazi-Anwältin Nicole Schneiders am Amtsgericht Reutlingen Heinz Dieter Deppert, der sich vor Gericht als Mitglied der extrem rechten „Reichbürger“-Gruppe „Freie Reichsstadt Danzig“ outete.

Am 16. Mai 2013 referierte bei der Burschenschaft Arminia Straßburg Tübingen der Brigadegeneral a.D. und ehemaliges Präsidiumsmitglied des „Studienzentrum Weikersheim, Dieter Farwick, zum Thema „Deutschlands Rolle in der Welt: Warum die Außenpolitik eigene Interessen braucht“.

Am 10. Mai 2013 fand bei der Burschenschaft Arminia Straßburg in Tübingen ein Vortrag über Ernst Jünger von dem neurechten Referenten Dr. Dr. Heimo Schwilk aus Berlin statt.

In der Nacht vom 13. auf den 14. April 2013 gab es eine Nazi-Skin-Party in Wachendorf, einem Ortsteil von Starzach bei Rottenburg, mit etwa 30 TeilnehmerInnen. Schlägereien untereinander führten zu einem Polizei-Einsatz.

Am 22. Februar 2013 spielte die Grauzone-Band „Jehnny Woo“, die in Vergangenheit zusammen mit Nazi-Bands aufgetreten ist, in der Szenekneipe „Last Resort“ in Tübingen.

In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 2013 wurde an das Gebäude der Körperbehinderten-Förderung in Metzingen „Behinderte ins KZ“ gesprayt.

2012

Vom 5. Oktober bis zum 7. Oktober 2012 fand in der Julius-Kemmler-Halle in Reutlingen jeden Abend ein Informationsabend „über heutige Christenverfolgung“ statt, die von christlichen Fundamentalist_innen organisiert wurde. Referent war. u.a. der koptische Pastor Fouad Adel.

In der Nacht vom 28. zum 29. September ist ein 17-jähriger Algerier von Unbekannten geschlagen und getreten worden. Der junge Mann war zu Fuß unterwegs, als er aus einer etwa 10-köpfigen Personengruppe heraus nach seiner Herkunft gefragt wurde. Nachdem er geantwortet hatte, stieß einer aus der Gruppe ihn zu Boden, andere schlugen und traten auf ihn ein. Der 17-Jährige erlitt eine Platzwunde, Schürfungen und Prellungen.

In der Nacht vom 4. auf den 5. September 2012 rutschte ein 31jähriger behinderter Mann auf seinem Nachhauseweg in Mössingen aus seinem Rollstuhl. Als er zwei Passanten um Hilfe bat, beleidigten sie ihn, bespuckten ihn und einer der beiden urinierte sogar auf den Wehrlosen.

Am 22. Juni 2012 sollte im Tübinger Ratskeller der Nationalbolschewist Jürgen Elsässer unter dem Titel „Jürgen Elsässer trifft Ahmadinejad“ über seinen Besuch beim iranischen Diktator Ahmadinedschad berichten. Durch antifaschistische Intervention wurde dem Veranstalter, dem „Freigeistforum Tübingen“, die Räumlichkeit gekündigt.

Am 13. Mai 2012 fand bei der Burse dass korporierte Bürgerfrühschoppen statt.

Am 12. oder 13. Mai 2012 feierten Mitglieder der JN BaWü und der Freien Kräfte Zollernalb ein „Frühlingsfest“ auf einem Dorfplatz in der Region Zollernalb. Im Anschluss trat die Gruppe „Disszensiert“ auf.

Am 12. Mai 2012 fand im Hotel Fortuna in Reutlingen-Betzingen der Vortrag „Ist Atheismus wissenschaftlich und Glaube blind?“ des Kreationisten Dr. Martin Ernst statt. Veranstalter war die Reutlinger Ortsgruppe von „Christen im Beruf e.V.“.

Vom 27. bis zum 29. April 2012 fand in der Julius-Kemmler-Halle in Reutlingen-Betzingen eine christlich-fundamentalistische Veranstaltung zum Thema „Christenverfolgung“ statt. Als Referenten traten Schwester Hatune Dogan aus der Türkei (war mit Michael Mannheimer Sprecherin der „Initiative1683“) und Pastor Fouad Adel (* 1955) aus dem Sudan (Referent bei dem „Großen islamkritischen Wochenende“ von der Stuttgarter PI-News- und der Pax-Europa-Landesgruppe, Teilnehmer an PI-News-Treffen) statt.

Am 20. April 2012 referierte für das „Freigeist-Forum Tübingen“ im Tübinger Ratskeller der rechte Ufologe Reiner Feistle zum Thema „Das Vermächtnis unserer Ahnen“. Feistle war u.a. Co-Autor des Verschwörungsantisemiten „Jan van Helsing“. Feist referierte vor 50 bis 60 Personen über die Alienrasse der blonden und blauäugigen Aldebaraner.

Am 14. April 2012 fand im Kreis Tübingen ein Nazi-„Lieder- und Rednerabend“ mit dem Liedermacher „Klampferitis“ aus Thüringen und Sven Diem, dem JN-Stützpunktleiter Franken/Oberpfalz, statt.

Am Freitag den 23. März 2012 (?) kommt es in der Tübinger Bahnhofsgaststätte zu rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen durch eine Gruppe von drei Personen. Drei Männer rufen „Sieg Heil!“ und bedrohen eine dunkelhäutige Kellnerin mit den Worten: „Der Schwaren muss man erstmal aufs Maul hauen“. Ihre Kollegin wird mit einem Barhocker bedroht. Die später eintreffende Polizei nimmt zwar die Personalien auf, lässt die Täter dann aber gehen.

Am 24. März 2012 gab es in Reutlingen ein Infotisch des rechtspopulistischen „Aktionsbündnis Direkte Demokratie“.

Am 24. März 2012 fand die „Frühjahrs-Tag- und Nachtgleichefeier“ des „Kulturwerk Neckar-Alb“ statt.

Am 16. Februar 2012 referierte für das „Freigeist-Forum Tübingen“ der rechte Verschwörungstheoretiker und Burschenschafter Prof. Dr. Michael Vogt zum Thema „Medienmanipulation“.

Am 4. Januar 2012 jagte inTrillfingen bei Haigerloch (Zollernalbkreis) eine Gruppe Nazi-Skins einen schwarzen Menschen. Ihnen stellten sich mehrere Personen entgegen. Eine Schlägerei mit knapp 40 beteiligten Personen entspann sich. Ein 22jähriger Neonazi setzte sich in sein Auto und fuhr in eine Gruppe von Menschen und verletzte drei Menschen.

2011
Am 31. Dezember 2011 veranstalteten christliche Fundamentalist_innen in Reutlingen an der Citykirche von 10 bis 13 Uhr eine “Mahnwache gegen die Verfolgung von Christen in Nigeria”.

Am 3. Oktober 2011 soll im „Raum Reutlingen“ (vermutlich in der Nähe von Pfullingen) das Erntedank-Fest der baden-württembergischen NPD stattgefunden haben.

Am 28. September 2011 wurde ein 45jähriges Mitglied der „Hells Angels“ in Reutlingen wegen eintätowierters SS-Runen auf seinem Hinterkopf zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen in Höhe von 40 Euro verurteilt.

Am 24. September 2011 fand die „Tag- und Nachtgleiche-“Feierlichkeit (Herbstfest) des völkischen Kulturwerk Neckar-Alb statt.

Am 1. Mai begaben sich ca. 10 Nazis per Zug und Auto aus Reutlingen auf den Weg nach Heilbronn.

Am 24. März 2011 fand in Bad-Urach – Hengen im „Gasthof zum Lamm“ eine Veranstaltung der rechtsradikalen Republikaner-Partei mit dem Bundesvorsitzenden Rolf Schlierer statt.

Am 19. März fand am „Rande der Schwäbischen Alb grob zwischen Reutlingen und Tübingen“ die “ Tag- und Nachtgleiche-Feierlichkeit (frühlingsfest)“ des völkischen Kulturwerk Neckar-Alb statt.

Im Rahmen des Wahlkampfs tauchten im gesamten März in Tübingen und Reutlingen vielfach NPD und REP Plakate auf.
Außerdem machte die extrem rechte Partei mit dem unmöglichen Namen „Ab jetzt – Bündnis für Deutschland, Partei für Volksabstimmung und gegen Zuwanderung ins «Soziale Netz»“ im gesamten Stadtgebiet Reutlingen massiv Wahlwerbung. (mehr)

Am 1.März 2011 fand in Metzingen an der Volkshochschule ein Vortrag zum Thema „Islam und Islamismus“ statt. Referent war Peter Mokwa, ein Funktionär der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“.

2010
Am 6. November 2010 fand von 11 bis 13 Uhr an der Nikolaikirche in Reutlingen eine Mahnwache der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung Pax Europa” mit etwa 20 Teilnehmern statt.

Am 31. Oktober 2010 feierte das völkische Kulturwerk Neckar-Alb seine Allerseelen-Allerheiligen-Feierlichkeit.

Der Presse zufolge wurde bei der Razzia gegen die bundesweit agierenden Nazi-Gefangenenhilfs-Organisation „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ (HNG) Anfang September 2010 auch eine Wohnung im Kreis Reutlingen durchsucht.

Am 17. Juni 2010 fand in Reutlingen der Vortrag „Mein Leben als Moslem – mein Leben als Christ – Ein Moslem findet Frieden!“ von Dündar Karahamza aus der Türkei statt. Veranstalter war die Ortsgruppe der rechten, antimuslimischen „Bürgerbewegung Pax Europa“. Es kamen 170 Zuhörer.

Am 20. März 2010 feierte das rechte Kulturwerk Neckar-Alb die Frühlingstag- und Nachtgleiche.

In Stuttgart wurde im Januar 2010 ein 34jähriger Aktivist des Neonazi-Netzwerks „Blood & Honour“ verurteilt, seinen Wohnsitz in Metzingen hat. Der Mann hatte laut Anklage zahlreiche Nazi-Skinheads-Konzerte in Deutschland organisiert und damit aktiv an der Erhaltung und der Wiederbelebung der B&H-Organisationsstrukturen gearbeitet.

Am 7. Januar 2010 hielt Pater Schmidberger, Generaldistriktoberer der christlich-fundamentalistischen Piusbruderschaft, in Reutlingen bei der lokalen Pius-Gemeinde einen Vortrag.

2009
In Reutlingen-Betzingen wurden vor Weihnachten 2009 von der lokalen Gemeinde der christlich-fundamentalistischen Piusbruderschaft bei 3.500 Haushalten Flyer mit einer Einladung zur lateinisch-katholischen Messe eingeworfen.

Professor Werner Gitt, einer der bekannteren Vertreter des Kreationismus in Deutschland und Mitglied der „Studiengemeinschaft Wort und Wissen“ („Die wichtigste Vereinigung deutschsprachiger Kreationisten“), referierte am 13.12.2009 im Reutlinger Hotel Fortuna.

Am 22.11.2009 trafen sich in Tübingen alle Mitglieder der Ländersektion Baden-Württemberg der NPD-Organisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF).

Am 19.11.2009 veranstaltete die Ortsgruppe Reutlingen/Tübingen des rechtspopulistischen Vereins „Bürgrerbewegung Pax Europa“ (BPE) im Reutlinger Hotel Fortuna einen Vortrag mit dem zum Christentum konvertierten Nassim Ben Iman, der heute als christlicher Missionar arbeitet. Anwesend war auch der Landesvorsitzende der BPE, Klaus Gebhardt.

In der Nacht vom 13. auf den 14. November 2009 kam es in Reutlingen zu einem massiven Naziangriff auf das Soziokulturelle Zentrum FranzK. Eine Gruppe von 10 bis 20 Neonazis versuchte mit Gewalt in das Zentrum einzudringen. Der Angriff konnte aber abgewehrt werden.

Am 7. November 2009 wurde in der Reutlinger Innenstadt eine Gruppe linksalternativer Jugendlicher organisiert von Neonazis angegriffen. Einer der Angegriffenen musste deswegen für zwei Wochen ins Krankenhaus. Vermutlich dieselbe Gruppe griff 19.45 Uhr mit 10 Personen vor der Kneipe Hades in der Rathausstraße eine ungefähr gleich große Gruppe an. Die Polizei betitelte ihre Meldung zu diesem Übergriff mit „Keilerei vor Jugendtreff“ und führte aus „Wie sich die Schlägerei genau zugetragen hat und ob eine politische Motivation zugrunde liegt, ist zurzeit noch nicht bekannt.“

Am 31. Oktober 2009 feierte das völkische „Kulturwerk Neckar-Alb“ Allerheiligen/Allerseelen. Treffpunkt war Sonnebühl bei Reutlingen.

Für den 17. August 2009 19.30 Uhr wurde auch für Reutlingen ein Nazi-Flashmob für Rudolf Hess angekündigt. Treffpunkt ist der Hauptbahnhof gegenüber vom „billy bobs“. Statt Neonazis versammelten sich aber 18.30-20 Uhr 100-150 Antifaschist_innen. An der für Tübingen angekündigten Lokalität versammeln sich 70 Antifaschist_innen.

Am 15.08.2009 fand ein Nazi-Fußballturnier im Landkreis Reutlingen statt, dass vom JN Kreisverband Reutlingen/Esslingen organisiert wurde. Dabei traten 6 Teams gegeneinander an (AG Voralb, …).

Der fünfte ordentliche Landesparteitag der christlich-fundamentalistischen Zentrumspartei in Baden-Württemberg fand am 19. Juli 2009 im Hotel Fortuna in Reutlingen statt.

Am 20. Mai 2009 fand in Reutlingen die „Rock gegen Rechts“-Demonstration statt.
Etwa 200-250 Menschen versammelten sich am 20. Mai 18 Uhr an der Reutlinger Citykirche. Auch eine größere Nazi-Gruppe bewegt sich um die Demonstration herum.

Am 3. Mai 2009 wurden in Reutlingen rund 20 Punks von einer etwa zehnköpfigen Gruppe überfallartig angegriffen und teilweise mit Fäusten, Baseball-Schlägern und Nietengürteln niedergeschlagen. Die Geschädigten erlitten dabei leichte bis mittelschwere Verletzungen. Die Tatverdächtigen flüchteten anschließend. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den Tatverdächtigen um Mitglieder der rechtsextremistischen Szene aus Reutlingen handelt, zu deren Anführern ein polizeibekannter Rechtsextremist zählt.

Am 3. Mai 2009 wurde in Reutlingen ein 17-Jähriger von zwei Skins mit einer Kette angegriffen und geschlagen.

Um das Wochenende vom 1. Mai 2009 herum kommt es in Reutlingen zu mehreren rechten Übergriffen auf linke und alternative Jugendliche.

In Reutlingen fand am 30.03.2009 der Prozess gegen einen Nazi-Schläger statt. Der Prozess war einer aus einer Reihe von Prozessen, die nach dem Angriff auf einen Jugendlichen Mitte 2007 in Reutlingen stattgefunden haben.

Bei der Schwubert-Party in der Zelle in Reutlingen am 28. März 2009 kam es zu homophoben Übergriffen: „Hierbei wurden Besucher_innen sowohl verbal als auch körperlich angegriffen. Schon während der Party machten sich einige, vermeintlich heterosexuelle Besucher, über das „schwule Publikum“ lustig. Es kam zu dummen Sprüchen, beleidigenden Gesten und sexistischen/homo-transphoben Handlungen. Gegen Ende der Party eskalierte die Situation: zwei Besucher wurden auf der Toilette der Zelle bedroht, sodass sie sich einschließen mussten und die Polizei verständigten. Die homophoben Provokationen gipfelten schließlich in einem tätlichen Angriff auf einen Besucher, der sich auf dem Heimweg befand. Als die drei Täter den Besucher der Zelle als schwul „erkannten“, griffen sie ihn an und verprügelten ihn brutal.“

Am 10.01.2009 beteiligten sich „freie Nationalisten“ und NPD-Mitglieder aus Stuttgart und dem Kreis Tübingen in Balingen an einer Pro-Palästina-Demonstration, an der insgesamt 300 Personen teilgenommen haben sollen.

2008
Am 26.10.2008 referierte der Grabert-Verlags-Mitarbeiter Rolf Kosiek für den JN-Stützpunkt Reutlingen/Esslingen zum Thema „Frankfurter Schule” vor ca. 30 Personen aufgetreten.
Am 01.11.2008 veranstaltete das rechte Kulturwerk Neckar-Alb eine Feier in Reutlingen.

In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag, den 4. September 2008, kam in Grabenstetten und Böhringen auf der Reutlinger Alb zu rechtsextremen Schmierereien. Die Täter sprühten mit einem silbernen Farbspray an die Fassade eines Wohnhauses und eines Firmengebäude jeweils ein Hakenkreuz sowie den Schriftzug „SS“. In Böhringen wurden das Rathaus und das Gebäude der Diakonie mit einem Hakenkreuz in roter Farbe beschmiert. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 1.500 Euro.

2007
Bei einer kleineren Outing-Demo am 12.07.2007 gegen den NPD-Kader Axel Heinzmann in Wannweil bei Tübingen im Vorfeld des JN-Aufmarsches in Tübingen am 21. Juli 2007 kommt es zu Personalien-Kontrollen. Der Betroffene NPD-Funktionär hatte die Polizei gerufen, die innerhalb weniger Minuten aus dem benachbarten Reutlingen mit mehreren Wagen anfuhr. Am Bahnhof wird die Mehrheit der 30 mutmaßlichen Antifa-AktivistInnen von Beamten in Zivil abgefangen. Ebenso wird ein Auto von mutmaßlichen Mit-Demonstranten angehalten, durchsucht und u.a. ein Ersatz-Kanister beschlagnahmt. Am Bahnhof werden die mutmaßlichen Demonstranten einzeln mit ihrem Rucksack-Inhalt fotografiert. Gefundene Transparente, die der Demonstration zugeordnet werden, werden beschlagnahmt.
Die Vorwürfe lauten auf unerlaubte Versammlung und Behinderung des Straßenverkehrs.
Dass ein Mitbewohner des Nazi-Kaders Beteiligte der Demonstration fotografiert hat und bei dem Näherkommen von Demonstranten eine Waffe zog, verfolgt die Polizei erst einmal nicht weiter. Ebenso ein vorbeifahrendes Fahrzeug aus dem der Hitlergruß gezeigt wurde.
Am Freitag, den 20. Juli werden die dabei ermittelten Adressen dafür verwendet sogenannte „Gefahrenansprachen“ bei mindestens zehn Personen zu halten. Dabei tritt der Chef des Ordnungsamtes, Rainer K., und ein Staatsschutz-Beamter in Aktion.
Zur Mobilisierung für die große Nazi-Demonstration am 07.07.2007 in Frankfurt am Main
Werden von „süddeutsche Gruppen“ Veranstaltungen im Raum Reutlingen und im Raum Mannheim durchgeführt. Dabei traten als Referenten Richard Melisch aus Österreich und Patrick Paul auf.

Am 21. Juli 2007 hatten die „Jungen Nationaldemokraten“ von der NPD in Tübingen ab 12 Uhr eine Demonstration gegen „linke Gewalt“ (Motto: „Keine Freiräume für linksextreme Gewalttäter – Nationale Zentren erkämpfen“), besonders das Epple-Haus geplant. Im Vorfeld setzt von der Linken und der Zivilgesellschaft eine vielfältige Gegenmobilisierung ein.
Beim Thiepval-Platz nimmt die Polizei Durchsuchungen und Personalienkontrollen an 15-20 Nazi-Gegnern vor, die sich dort versammelt hatten.
Gegen Mittag stehen 10.000 BürgerInnen und Linke etwa 250 Neonazis gegenüber. Der DGB hat eine Kundgebung ab 10 Uhr am Europaplatz angemeldet, der VVN-BdA am Holzmarkt, auf der Karlstraße finden Konzerte statt. Die Neonazi-Demo kann sich nicht vorwärts bewegen und verkommt zur stationären Kundgebung. Zum Bad hinaus blockieren vor allem Linke den einzigen Ausweichweg. Zwei Versuche bereits im Vorfeld die Bahngleise zu blockieren und die Anreise der Neonazis zu verhindern, werden abgedrängt und erhalten Platzverweise. Die Polizei setzt Kamera-Leute, Berittene und einen Hubschrauber ein. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer eignet sich das offene Mikrofon der Gegen-Kundgebung an und lobt sich und die friedlichen Bürger selbst und appelliert zum aktiven Nichtstun und betont das „Wir-sind-Tübingen!“-Gefühl.
Gegen Nachmittag reisen die Neonazis ab und versuchen ersatzweise eine Kundgebung in Hechingen abzuhalten. Mindestens 70 AntifaschistInnen folgen den Neonazis, um Protest zu äußern. Aus der Schelling fährt ein Konvoi los. Vermutlich auf Reaktion auf diesen schickt die Polizei einen Greiftrupp (8-10 Mann) auf den Hof der Schelling. Als Vorwand dient ein Festnahmeversuch in Nähe der Schelling. Dieser wird blockiert. Es kommt zu Rangeleien und Auseinandersetzungen mit diesem und einem nachfolgenden Greiftrupp. Anschließend kam eine neue Einheit angeblich auf der Suche nach einer weiterer Person in die Schelling. Durch Bildung von Menschenketten wird ein weiteres Vordringen der Polizisten effektiv verhindert.

Am Dienstag, den 6. Februar 2007, fand am Amtsgericht in der Doblerstraße der zweite Verhandlungstag im Prozess gegen den rechtsextremen Verleger Wigbert Grabert statt.
Die Staatsanwaltschaft Tübingen hatte gegen Grabert Anklage wegen Volksverhetzung erhoben, weil in dessen Hauspostille „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“, Ausgabe März 2006, ein volksverhetzender Artikel erschienen war.
Grabert wurde nun wegen der Verbreitung volksverhetzender Schriften zu drei Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zu drei Jahren auf Bewährung, und zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt.

Der Neonazi Axel Heinzmann und ein weiterer NPD-Aktivist waren auch am 20.06.2007 bei einer Juso-Veranstaltung zum Thema Rechtsextremismus in Mössingen und verteilten vor der Veranstaltung NPD-Flyer. Während der Veranstaltung machten beide Fotos der Veranstalter und mussten schließlich von der Polizei weggebracht werden.

Am Mittwoch, den 10.01.2007 stellt ein Reutlinger Gericht das Verfahren gegen einen 45jährigen Metzinger wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, unter der Auflage sich seine beiden Nazi-Tattoos entfernen zu lassen, ein. Verteidiger des Angeklagten war der einschlägig bekannte Steffen Hammer.

Am 8. Januar 2007 fand am Amtsgericht Tübingen die dritte und letzte Fortsetzungverhandlung wegen des Übergriffs auf eine Gruppe alternativer Jugendlicher in Tübingen statt (siehe 11./12.02.2006) Einer der mutmaßlichen Täter, der 23jährige Dominik K., erhielt 1 Jahr und 3 Monate auf Bewährung plus Geldstrafe von 1.500 Euro, davon 500 Euro Schmerzensgeld an die Nebenklägerin.

2006
Am 9. Dezember 2006 kommt es in Burladingen südlich von Tübingen auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt zu Übergriffen durch rechte Skinheads. Beteiligt sind auch ein 25jähriger Mössinger und ein 20jähriger aus dem Kreis Tübingen.

Am Freitag, den 13. Oktober 2006 versucht sich eine Gruppe von 20 Hooligans, die äußerlich („Thor Steinar“) teilweise dem extrem rechten Spektrum zuzuordnen war, gegen 23:30 Uhr Zugang zur Zelle zu verschaffen. Als sie abgewiesen wurde provozierte die Gruppe mit Flaschenwürfen, Schlägen und Tritten eine Massenschlägerei, in deren Verlauf die Hooligans zurückgedrängt werden konnten. Mit dem Eintreffen der Polizei flüchteten die Angreifer. Eine Zelle-Besucherin musste im Krankenhaus untersucht werden.

Auf der Fahrt zu der Nazi-Demonstration am 23.09.06 in Göppingen versuchen Rechtsextreme aus dem Zollern-Alb-Kreis am Tübinger Bahnhof Antifaschisten anzugreifen, werden aber von der Polizei gestoppt.

Am 18. und 19. September 2006 tagte in Tübingen die Gruppe „Jung-Weikersheim“, Jugendorganisation des rechtskonservativen Thinktanks „Studienzentrum Weikersheim“ zum Thema „Konservatismus“. Organisator des Ganzen war ein Burschenschafter aus Tübingen.
Mit dabei wie immer der umtriebige Rechtsaußen Klaus Hornung, ein CDUler aus Reutlinger.
Weitere Referenten waren Harald Seubert und Günter Rohrmoser.

Am 03. August 2006 Jahres starb ein 85jähriger Tübinger Kriegsverbrecher, der an einem Massaker in Civitella (Italien) beteiligt war.
Der verstorbene Tübinger war direkt verantwortlich den 18fachen Mord an italienischen Zivilisten in Civitella.
Nach dem Krieg war der ehemalige Wehrmachtsoffizier und Chef der Alarmeinheit „Vesuv“, zu deren Aufgabe „Gefechtsaufträge gegen italienische Banden“ gehörten, die „anzugreifen und zu vernichten sind“ Bundeswehr-Oberstleutnant und brachte es bis Ende der 1970er Jahre zum Stellvertreter des Tübinger Verteidigungsbezirkskommandos.
Angeklagt wurde der Tübinger für die Morde vor dem italienischen Militärgericht in La Spezia (Ligurien), wo seit dem 13. Januar 2006 der Prozess gegen ihn in Abwesenheit geführt wurde.
Ende Januar 2005 hatte auch die Stuttgarter Staatsanwaltschaft beim Tübinger Landgericht die Anklageschrift eingereicht und Haftbefehl beantragt.

Am 27. Mai 2006 provozieren zwei Jugendliche in Großengstingen mit „Sieg Heil“-Rufe und Hitlergrüßen und werden 2007 dafür vom Reutlinger Amtsgericht verurteilt.
Wegen eines rassistischen Übergriffes auf einen 61jährigen Äthiopier am 26. Mai 2006 organisiert die Antifa Reutlingen am 29. Mai 2006 eine Spontandemo mit 30 Demonstranten.

Am Donnerstag, den 26. Mai 2006 („Männertag“), greifen drei kurz geschorene, etwa 20 Jahre alten Männer mit Bomberjacken unvermittelt einen 61jährigen Äthiopier an. Dieser war gegen 19 Uhr zu Fuß vom Reutlinger Zentralen Omnibusbahnhof in Richtung Oskar-Kalbsfell-Platz bei der Alteburgstraße unterwegs, als einer der drei Männer ihm plötzlich ins Gesicht schlug, so dass das Opfer in der Klinik behandelt werden musste.

Am 23. Mai 2006 stirbt in Tübingen Toon Soetebier im Alter von 87 Jahren. Der gebürtige Niederländer war nach der Besetzung der Niederlande der SS beigetreten. In seiner damaligen Funktion hatte er Juden und andere Untergetauchte aufgespürt und ausgeliefert. Im Internierungslager „Erica“ war er für brutale Folterungen verantwortlich. Im Jahr 1952 flüchtet er aus einem niederländischen Gefängnis nach Deutschland.

Etwa 400 Anhänger der „Germanischen Neuen Medizin“ demonstrieren am 13. Mai 2006 in Tübingen für ihre Theorie und ihren Guru Doktor Hamer, einen Antisemiten, der in französischer Haft sitzt. Sechs Personen verteilen gegen die Hamerianer und ihren Antisemitismus Flugblätter.

Im Feuerwehrhaus von Mössingen bei Tübingen hält die NPD am 10. März 2006 eine Wahlkampfveranstaltung ab. Thema ist „Islamismus aufhalten – NPD in den Landtag“. Unter den 60 bis 90 TeilnehmerInnen sind auch Schützinger (Landes-NPD-Chef), Axel Heinzmann und Edda Schmidt.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Februar 2006 kommt zu einem tätlichen Angriff auf eine Gruppe von drei Alternativen am Haagtorplatz. Diese von mindestens drei Männern, darunter zwei erkennbar rechte Skinheads, nach einem Streitgespräch angegriffen. Die Täter treten teilweise noch auf ihre am Boden liegenden Opfer ein. Am 8. Januar 2007 wird einer der Täter deswegen verurteilt.

2005
Am 24. Dezember 2005 wird an einer Tankstelle in Sondelfingen eine linksaussehende Person von Rechten angepöbelt und geschlagen.

Gegen Ende 2005, kurz vor Weihnachten wurde an einer Mauer an der Hohnauer Steige bei Reutlingen rechtsextreme Parolen („Sieg Heil Deutschland“, „Juden vergasen“, „14/88“) entdeckt. AntifaschistInnen übermalten die Parolen nach ihrer Entdeckung.

Erneut wird am 29. November 2005 ein NPD-Stand im Zentrum Reutlingens bis 14 Uhr errichtet. Standbetreuer waren vier jüngere Personen, davon drei Männer und eine Frau. Die meisten der NPDler kamen von außerhalb, darunter der Ex-JN-Bundesvorsitzende und Berliner NPD-Kandidat Andreas Storr.

Am 18. November 2005 wird ein NPD-Stand im Zentrum Reutlingens bis 16 Uhr mit zwei älteren Männern als Standbetreuern aufgebaut.

Um den 17.November 2005 herum werden in Reutlingen die rechtsextremen „Schulhof-CDs“ verteilt.

In der Nacht vom 20. auf den 21. August 2005 kommt es in Tübingen zu einem Übergriff auf einen farbigen Jugendlichen durch eine Gruppe von rechten Skinheads. Das Opfer wird dabei bewusstlos geschlagen.

In einem kleinen Ort bei Herrenberg wird am 30. Juli 2005 ein Zeltlager (5 Zelte) mit Nazi-Skinheads und Schwarz-Weiß-Roter Flagge beobachtet.

Am Samstag, den 11. Juni 2005, tauchte auf dem Bücherflohmarkt im „Casino“ in Tübingen ein Stand mit Schriften von Irving (Holocaustleugner) und Co. auf. Es konnte beobachtet werden, dass die bekannte Rechtsextremistin Edda Schmidt die beiden Verkäufer des Standes begrüßte und sie offenbar auch kannte.

Etwa 1.000 Anhänger der politisierenden und antisemitischen Psychosekte „Germanischen Neuen Medizin“ demonstrieren am 14. Mai 2005 in Tübingen für ihren Guru Doktor Hamer, einen Antisemiten, der in französischer Haft sitzt.

Ein alkoholisierter 35jähriger mit „rechter Gesinnung” (Selbstbezeichnung) bedroht am 1. Mai 2005 in Reutlingen einen 67jährigen Ausländer mit einer abgeschlagenen Bierflasche. Das beherzte Eingreifen eines Passanten verhindert Schlimmeres.

Etwa um den 8. Januar 2005 tauchen in Gamertingen (zwischen Tübingen und Balingen) am örtlichen Gymnasium Hakenkreuzschmierereien auf.

2004
Am 7. Dezember 2004 bezeichnet der Tübinger Geschichtsprofessor Kolb in seiner Vorlesung türkische MitbürgerInnen als „5. Kolonne des Islam“, das seniorstudentische Publikum applaudiert, der Rest schweigt. Die Fachschaft Geschichte distanziert sich offiziell davon und will den Fall untersuchen.

Während der Weltethos-Rede von Bundespräsident Köhler am 1. Dezember 2004 demonstrieren 10-15 Personen für die Freiheit ihres antisemitischen Doktor Hamer. Dabei werden bis zu 1.000 Broschüren verteilt.

2003
Mindestens drei Antisemiten, darunter auch der notorische Nazi-Aktivist Axel Heinzmann vom Hochschulring Tübinger Studenten, protestieren am 12. Dezember 2003 gegen den „Weltfeind USrael“ während der Weltethos-Rede von Kofi Annan in Tübingen.

Am 4. September 2003 wird die „Heimkehrertafel“, auf der auch NS-Kriegsverbrechern gedacht wurde, am Tübinger Holzmarkt entfernt.

Am 9. August 2003 findet die Gründungsversammlung des Landesverbandes Baden-Württemberg der rechtsextremen „Deutschen Partei“ in Tübingen statt.

Das Landgericht Tübingen verurteilte am 10. Juli 2003 in zweiter Instanz zwei NPD-Mitglieder wegen Wahl- und Urkundenfälschung. Die beiden NPDler hatten die benötigten Unterstützer-Unterschriften für den Wahlantritt ihrer Partei gefälscht.

Am 21. April 2003 stirbt in Tübingen im Alter von 92 Jahren Alois Gabrysch. Gabrysch, auch bekannt als „Schlächter von Maribor“, war SA-Mitglied (seit 1933), NSDAP-Mitglied (seit 1937) und SS-Mitglied (seit 1937). Er lehrte 1942 bis 1944 alle „nationalsozialistischen Rechtsfächer“ in Berlin an der SS-Führerschule der SiP und des SD. Gabrysch wurde Anfang 1944 in das besetzte Slowenien geschickt und war dort Ankläger am für die „Untersteiermark“ zuständigen Sondergericht. An diesem verhängte er Todesurteile, ordnete Erschießungen an und liquidierte in mindestens einem Fall auch selbst. Zuletzt war er SS-Hauptscharführer. Nach Kriegsende stieg Gabrysch bis zum Kripochef von Tübingen und Kriminaldirektor a.D. auf. Ein Verfahren gegen Gabrysch wird 1997 wegen Beweisnot eingestellt.

Am 8. Februar 2003 verüben zwei rechtsextreme Jugendliche (15 und 16) einen Brandanschlag auf das Wohnhaus eines türkischen Ehepaars in Rottenburg-Bad Niedernau und werden festgenommen, später werden sie wegen versuchten Mordes zu Jugendstrafen von zwei und drei Jahren verurteilt.

Am 11. Januar 2003 attackieren am Omnibusbahnhof Reutlingen mehrere Nazi-Skins einen Afrodeutschen und verletzen ihn.

2002
Vier junge, polizeibekannte Männer provozieren am 12. Dezember 2002 in einer Tübinger Kneipe mit Nazi-Parolen.

In der Nacht vom 1. zum 2. März 2002 kommt es am Bahnhof in Ammerbuch-Entringen (Kreis Tübingen) zu einem schweren Übergriff von sechs Nazi-Skinheads auf zwei türkische Jugendliche.

In einem Lokal (Ex-„Vereinsheim der Rottenburger Kleintierzüchter“) in Rottenburg-Hailfingen treffen sich am 9. Februar 2002 zirka 100 Neonazis zu einem Konzert der Rechtsrockband „Ultima Ratio“. Drei Rechtsextreme prügeln auf einen Kameramann von B.TV ein, rauben ihm die Kamera und es kommt zu einem Polizeieinsatz.

2001
Zwischen 400 und 500 rechtsextreme Skinheads haben sich am 25. August 2001 auf einem Privatgrundstück bei Rottenburg-Oberndorf zu einem Skinhead-Konzert versammelt.
Das Konzert wurde von Szene-Angehörigen aus dem Raum Reutlingen organisiert. Die Polizei nimmt bei rund 250 Konzertangehörigen Vorkontrollen vor. Trotzdem findet das Konzert mit den Rechtsrockbands „Kommando Skin“, „Propaganda“, „Volkstroi“ und „Radikahl“ bis 22.30 Uhr statt.

Im Mai 2001 findet der Prozess gegen sieben rechte Jugendliche statt, die 1999 in Kiebingen „einen jungen Deutschen ausländischer Herkunft“ verprügelt hatten.

Am 1. Mai 2001 wird zum ersten Mal das Maieinsingen der Tübinger Burschenschaften abgesagt.
Nach einem Beschluss des Gemeinderat Eningen vom 15. Mai 2001 kauft die Gemeinde Eningen von der NPD deren, im Februar 1994 ererbte, Villa in Eningen für 2,15 Millionen DM. Die NPD hatte dort ein Tagungszentrum eingerichtet.

Am Osterwochenende 2001 findet in Eningen bei Reutlingen ein Strategieseminar der NPD-Jugendorganisation JN mit 30 TeilnehmerInnen statt.

Eine Wahlkampfveranstaltung zur Landtagswahl der Republikaner am 5. März 2001 wird in Rottenburg von bis zu 500 DemonstrantInnen und 300 PolizistInnen begleitet.

Am 14. Januar 2001 findet der NPD-Landesparteitag mit ca. 80 NPDlern, darunter 43 Delegierte, in der Gaststätte „Engels“ in Talheim statt. Es sind 250 Polizisten und 400 GegendemonstrantInnen vor Ort.

2000
Mit verschiedenen Kommunikationsguerilla-Aktionen wird am 1. Juli 2000 eine Protestkundgebung von Winfried Pietrek, eines Pfarrers und Aktivisten der fundamentalistischen Kleinstpartei „Christlichen Mitte“ zu einem großen Spaß.